Deutschland: Alt-AKW sollen nicht mehr ans Netz
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DeutschlandAlt-AKW sollen nicht mehr ans Netz

Die sieben ältesten Atomkraftwerke Deutschlands stehen vor dem endgültigen Aus. Deutschland wird voraussichtlich bis 2022 ganz aus der Atomenergie aussteigen.

Die Umweltminister von Bund und Ländern einigten sich auf ihrer Konferenz in Wernigerode darauf, dass die sieben ältesten Meiler Deutschlands nicht mehr ans Netz gehen sollen, wie Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU)am Freitag mitteilte. Die sieben AKW sowie das Kernkraftwerk Krümmel sind wegen des Atom-Moratoriums der Bundesregierung derzeit nicht am Netz.

Die Umweltminister plädierten für einen frühestmöglichen Ausstieg aus der Kernenergie. Die Ressortchefs hätten sich dafür ausgesprochen, dass es ein schnellst mögliches Ausstiegsdatum geben soll, sagte Röttgen. Die Tagung der Umweltminister habe einen konstruktiven Beitrag zur Energiewende geleistet. «In diesem Ziel herrscht Einvernehmen», betonte der Bundesumweltminister.

Jahreszahlen für einen Atomausstieg wurden allerdings nicht genannt. Röttgen verwies auf unterschiedliche Positionen der Länder, die von 2017 bis 2022 reichten. Einen genauen Zieltermin solle die Energie-Ethikkommission vorlegen. Diese tagt am Wochenende noch einmal und übergibt ihren Bericht am Montag an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Der Bericht wird im Anschluss am Montagvormittag in Berlin vorgestellt.

(dapd)

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