Kathedrale: Altarraum erhält Heiligenschein
Aktualisiert

KathedraleAltarraum erhält Heiligenschein

Der Altar der Kathedrale St. Gallen wird neu gestaltet. Gestern hat ein Londoner Architekt das Projekt vorgestellt. Noch sind aber nicht alle Beteiligten zufrieden.

von
Simon Städeli
Der Siegerentwurf des Londoner Architekturbüros Caruso St John Architects für die Neugestaltung des Altarraums der Kathedrale St. Gallen.

Der Siegerentwurf des Londoner Architekturbüros Caruso St John Architects für die Neugestaltung des Altarraums der Kathedrale St. Gallen.

Das Bistum St. Gallen hat im Sommer sieben Künstler und Architekten - darunter die Ostschweizer Videokünstlerin Pipilotti Rist - zu einem Wettbewerb zur Neugestaltung des Altars eingeladen. Die Jury hat sich nun einstimmig für den Entwurf des Londoner Architekturbüros Caruso St John Architects entschieden. «Sein Altarraum strahlt Wärme aus, die den Besucher berühren wird», sagt Jurymitglied, Thomas Franck. Auffallend ist auch der goldene Ring, der über dem Altar schwebt und an einen Heiligenschein erinnert. Für das Londoner Architekturbüro war die Altar-Gestaltung Neuland: «Es ist der erste religiöse Auftrag, den wir bekommen haben», sagt der Engländer Peter St John.

Bis zur Umsetzung 2013 müssen aber noch einige Hürden genommen werden: «Weil die Kathedrale zum Unesco-Weltkulturerbe gehört, müssen wir viele denkmalschützende Vorschriften beachten», sagt der Architekt. Mit seinem Entwurf sind zudem noch nicht alle zufrieden. «Ich würde mir einen mobilen Taufstein wünschen», so Dompfarrer Josef Raschle. Dies sei zwar nicht geplant, doch ein fix installierter nehme zu viel Platz ein.

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