Aktualisiert 19.11.2007 12:47

Alte Deponie verseucht Freiburger Flüsse

Die Fische im Saane-Abschnitt zwischen dem Schiffenensee und der Staumauer von Rossens sind definitiv ungeniessbar. Grund dafür ist offenbar eine Mülldeponie, die seit 1973 stillgelegt ist.

Erneute Proben von Barschen, Hechten, Forellen und Barben ergaben, dass der Gehalt am dioxinähnlichen PCB bei einem Teil dieser Fische über dem in Europa erlaubten Grenzwert liegt, wie die Gesundheitsdirektion des Kantons Freiburg am Montag mitteilte. Auch beim Zusammenfluss von Ärgera und Saane sowie in der Glane bei Ste-Apolline mass das kantonale Laboratorium überhöhte PCB-Werte in Fischen. Im August hatte die Freiburger Regierung die Fischerei im Saane-Abschnitt zwischen dem Schiffenensee und dem Greyerzersee sowie in der unteren Ärgera verboten. Bei regelmässigem Konsum verseuchter Fische bestehe ein mögliches Gesundheitsrisiko.

In Teilen der Glane war das Fischen bereits vorher verboten worden. Die jüngsten Proben sollten die Analyse vom Sommer verfeinern. Die Verseuchung der Fische stammt höchstwahrscheinlich von der stillgelegten Mülldeponie La Pila in Hauterive. Die Freiburger Regierung entschied Anfang Oktober, dass die von 1952 bis 1973 von der Stadt Freiburg betriebene Deponie rasch saniert werden soll. Der Freiburger Staatsrat wird Ende Jahr darüber entscheiden, ob das Fischereiverbot auch 2008 bestehen bleibt. (dapd)

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