Gülsha diskriminiert: «Alte Menschen stinken»

Aktualisiert

Gülsha diskriminiert«Alte Menschen stinken»

Joiz-Plappermaul Gülsha Adilji ist bekannt für ihre grenzwertigen Moderationen. Nun hat sie mit einer diskriminierenden Aussage über alte Menschen den Bogen überspannt.

von
lme
Screenshot aus Streetgame SRF

Screenshot aus Streetgame SRF

Für viele gilt Gülsha Adilji (27) als der neue Stern am TV-Himmel: Sie gewann den Journalistenpreis als Newcomerin des Jahres, moderiert grosse Events und nun gibt ihr auch das Schweizer Fernsehen SRF eine eigene Show. In der Sendung «Streetgames - Sherlock Hol's» sucht die Ostschweizerin Kandidaten, die für ein Preisgeld von tausend Franken verschiedene Aufgaben lösen.

Gleich in der ersten Sendung zeigt Gülsha dann auch, warum sie bisher beim Jugendsender Joiz moderierte. Zusammen mit dem Kandidaten geht sie am Zürichsee auf die Suche nach Menschen, die ein Parfüm oder Deodorant bei sich tragen. Kandidat Philipp erklärt, er suche nach jungen gestylten Menschen, worauf Gülsha antwortet: «Weil alte Menschen stinken sowieso.» (Im Video bei Minute 7.42)

Bei aller Leichtigkeit und Unbeschwertheit des TV-Jungtalents - Über diese Aussage sind wohl so manche nicht erfreut.

Keine Konsequenzen für Gülsha

Gülsha versteht die ganze Aufregung nicht: «Das war lediglich ein ironisches Nachfragen auf die Aussage des Kandidaten.» Auch wollte die Moderatorin niemanden verletzen: «Es ist logisch und völlig klar, dass ich keinen Teil der Gesellschaft diskriminieren möchte.»

Das SRF lässt ausrichten: «In der Sendung «Sherlock Hol's» hatte Kandidat Philipp die Aufgabe, auf der Strasse Personen zu finden, die ein Deo oder Parfüm bei sich hatten. Der erwähnte Ausspruch von Gülsha Adilji war als Reaktion und Gegenfrage auf die Aussage des Kandidaten gemünzt, der meinte, er suche explizit junge Leute. SRF und Gülsha Adilji bedauern, dass dies missverstanden worden ist. «Wir entschuldigen uns bei allen, die sich durch die Äusserung in ihren Gefühlen verletzt fühlen.» Die Aussage sei bei der Visionierung der Folge nicht als beleidigend oder frech aufgefallen.» Es sei weder die Absicht der SRG gewesen, «speziell provokant zu sein und schon gar nicht, jemanden in seinen Gefühlen zu verletzen».

Für Gülsha hat der Vorfall keine Konsequenzen. Laut SRF ist sie keine hauseigene Moderatorin. Sie hat von einer Produktionsfirma, die vom SRF zwecks Produktion einer «Streetgame»-Pilotsendung angefragt wurden, den Auftrag erhalten.

Kann sich Gülsha alles leisten oder geht sie zu weit? Diskutieren Sie mit in unserem Talkback.

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