Alte Mirages unterm Hammer
Aktualisiert

Alte Mirages unterm Hammer

Die Schweizer Armee hat am Freitag in Buochs NW Mirage-Kampfflugzeuge, Helikopter und Zubehör für insgesamt 572 150 Franken versteigern können.

Allein die 13 Mirage III brachten 521 200 Franken ein.

Um die letzten 13 Mirage-Jets bewarben sich auf dem Flugplatz Buochs 180 Steigerer aus dem In- und Ausland. Gegen 200 Schaulustige und Medien aus dem In- und Ausland verfolgten das Geschehen.

Die Preise, die für die Mirages bezahlt wurden, bewegten sich zwischen 23 600 und 60 000 Franken. Drei Maschinen wurden ins Ausland verkauft, die restlichen bleiben in der Schweiz. Die Jets wurden für den Verkauf fluguntüchtig gemacht.

Den Höchstpreis erzielte der schwarz bemalte Aufklärer Mirage III RS «black». Sein Zwilling, die Mirage III RS «white», wurde für 50 000 Franken verkauft. Die beiden Flugzeuge werden zusammen bei Stans NW aufgestellt.

Ein Stück Militärgeschichte

Mit der Versteigerung der drei Jagd- und neun Aufklärungsjets sowie eines Doppelsitzers geht ein Stück Schweizer Militärgeschichte zu Ende. Die Mirage, die doppelte Schallgeschwindigkeit erreichte, war von 1965 bis 2003 im Einsatz. Zehn weitere Mirages gehen an Museen.

Die drei Alouette III-Helikopter brachten insgesamt 15 900 Franken ein. Der Rest des Ertrages entfällt auf Ersatzteile und Dokumentationen.

Ziel der Versteigerung war es, Mittel für die Liquidation von nicht mehr benötigtem Armeematerial zu beschaffen. Zudem wollte man dem grossen Interesse nach solchen technischen Apparaten nachkommen. (sda)

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