«Altersregelung? Man kann sowieso alles herunterladen»
Aktualisiert

«Altersregelung? Man kann sowieso alles herunterladen»

Pro Juventute fordert schweizweit verbindliche Regeln für den Zugang Jugendlicher zu Games und Filmen mit Gewaltdarstellungen (siehe Info-Box). Viele User stehen dieser Forderung eher skeptisch gegenüber.

Toaster: Klar sollten Händler die Altersbeschränkungen beachten müssen, aber wenn 12-Jährige Spiele ab 18 spielen, haben sie diese meist von Kollegen oder aus dem Internet.

Dom: Die wahren Ursachen für Gewaltbereitschaft liegen nicht in Games oder Filmen, sondern in fehlender Sozialkompetenz, Perspektivlosigkeit, im Versagen der Gesellschaft und bei Defiziten in der Erziehung.

T. R.: Heute kann man problemlos jeden Film und jedes noch so brutale Game im Internet herunterladen, ganz zu schweigen von Pornografie. Was nützt da eine nationale Altersregelung bei Games und Filmen, die im Laden verkauft werden? Die meisten Kinder und Jugendlichen können sich diese sowieso nicht leisten.

Nixy: Gewaltspiele sollten gleich ganz verboten werden. Gibt es etwas Positives daran, virtuell Menschen niederzumetzeln? Auch Erwachsenen tun diese Spiele nicht gut.

The Gamer: Ich spiele seit 15 Jahren regelmässig sogenannte «Killerspiele». Ich habe gegen 4500 virtuelle Personen getötet. Bin ich deswegen ein schlechter Mensch?

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Die Petition der Pro Juventute

Für «Killerspiele» und Gewaltvideos und -filme gibt es keine nationalen Standards zum Schutz Minderjähriger. Jetzt fordert Pro Juventute mit der Petition «Stopp der (un)heimlichen Gewalt» eine schweizweit einheitliche und verbindliche Regelung im Jugendmedienschutz bei Gewaltdarstellungen in Unterhaltungsmedien. Verlangt wird eine unabhängige nationale Zertifizierungsstelle zur Prüfung der Altersfreigabe für Computerspiele, Videos und Kinofilme. Dabei sollen landesweit einheitliche Altersfreigaben für verbindlich erklärt werden.

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