Alterungs-Gen entdeckt
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Alterungs-Gen entdeckt

Eine Freiburger Forschergruppe hat in einem Experiment herausgefunden, dass dem Schüssel-Gen TOR eine wichtige Rolle beim Alterungsprozess zukommt.

So haben Würmer, die eine Mutation im TOR-Gen aufwiesen, doppelt so lange gelebt wie ihre normalen Artgenossen, teilte die Universität Freiburg am Dienstag mit.

Ausgangspunkt für das Experiment bildete die Frage, wie sich das so genannte Gen TOR (target of rapamycin) auf die Entwicklung eines Lebewesens auswirkt. Bisher war bekannt, dass TOR entscheidend ist für das Zellwachstum, die Proteinsynthese und die Zellteilung. In Zusammenarbeit mit ungarischen Partnern haben die Freiburger Biologen nun eine neue Funktion ausgemacht. Das Gen beeinflusst offensichtlich auch den Alterungsprozess. Würmer, die eine Mutation im TOR-Gen aufwiesen, lebten mehr als doppelt so lange wie ihre normalen Artgenossen. «Wer die TOR-Funktion vermindert oder ganz eliminiert, steigert die natürliche Lebenserwartung erheblich», fasste der Biologieprofessor Fritz Müller von der Universität Freiburg die Erkenntnisse zusammen.

Die Forscher gehen von einem möglichen Zusammenhang zwischen Ernährung und Lebensspanne eines Organismus aus. Fehle die Nahrung, werde die Aktivität von TOR reduziert und der Alterungsprozess verlangsamt. Dies geschehe in der Regel auf Kosten der Reproduktion und der Fertilität. (dapd)

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