Neu im Kino: «The Company»: Altmans Ballett-Essay
Aktualisiert

Neu im Kino: «The Company»Altmans Ballett-Essay

«Scream»-Star Neve Campbell für einmal als Primaballerina – geführt von Regisseur Robert Altman.

Wer träumt nicht davon, irgendeinmal im Leben ganz im Rampenlicht zu stehen, den Applaus des Publikums zu geniessen und sich im Erfolg zu sonnen. Gerade Tanzfilme (wie etwa «Fame» oder «A Chorus Line») machen diesen Wunsch zumindest auf der Leinwand wahr. Sie zeigen aber auch die knallharte Trainingsarbeit, welche hinter einer gelungenen Schluss-Performance steht.

In «The Company», Robert Altmans filmischer Liebeserklärung an die Welt des Ballett-tanzes heisst die Show «The Blue Snake». Die Joffrey Ballet Company aus Chicago trainiert unter der Leitung ihres Impresarios Alberto Antonelli (Malcolm McDowell), um die Bühnenproduktion zu vollenden. Ebenfalls mit dabei ist die ehrgeizige Tänzerin Ry (Neve Campbell), die es nach ganz oben schaffen will. Wenn sie nicht tanzt, dann arbeitet sie als Serviererin, was ihr wiederum fast keine Freizeit beschert.

«The Company» wirkt fast schon zufällig gefilmt. Keine Dramaturgie, kein Höhepunkt und kein grosses Finale. Dafür gibts optisch brillante Ballett-Sequenzen sowie intime Blicke in Rys Privatleben. Keine Frage: Als Dokumentarfilm hätte Robert Altmans («Short Cuts») jüngste Regiearbeit besser abgeschnitten. In der jetzigen Form ist sie ganz nett, aber nicht grandios.

(rei)

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