Schwerindustrie: Aluminiumriese Alcoa schreibt erneut rot
Aktualisiert

SchwerindustrieAluminiumriese Alcoa schreibt erneut rot

Der Aluminiumkonzern Alcoa ist im vierten Quartal überraschend wieder in die roten Zahlen gerutscht. Aufgrund weiterhin niedriger Aluminiumpreise und hoher Kosten wies das Unternehmen am Montag nach US-Börsenschluss einen Nettoverlust von 277 Mio. Dollar aus.

Im Vorquartal hatte Alcoa dank Einsparungen überraschend schwarze Zahlen geschrieben. «Es war ein hartes Jahr für die Aluminiumindustrie - der Schleuderpreis, der Nachfragerückgang und die Kreditklemme», sagte Alcoa-Chef Klaus Kleinfeld. Die Alcoa-Aktie brach nachbörslich in New York um 6,7 Prozent ein.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnete der Konkurrent von Branchenführer Rusal Verbesserungen beim Ergebnis. Im vierten Quartal 2008 war noch ein Fehlbetrag von 1,19 Mrd. Dollar angefallen. Der Umsatz hingegen ging auf 5,43 Mrd. Dollar von 5,68 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum zurück, lag jedoch 18 Prozent über den Erlösen des dritten Quartals.

Vor allem die Aluminiumpreise machen dem Konzern zu schaffen. Das Metall, das für den Auto- und Flugzeugbau verwendet wird, erreichte im Juli 2008 ein Preishoch von 3380 Dollar pro Tonne. In der Rezession fiel der Preis um 35 Prozent. Am Montag wurde Aluminium für etwa 2330 Dollar je Tonne verkauft.

Alcoa läutet traditionell die Berichtssaison in den USA ein. Am Markt waren die Zahlen mit grosser Spannung erwartet worden.

(sda)

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