MyLovestory: «Am Anfang unserer Liebe stand ein Lattenrost im Weg»
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MyLovestory«Am Anfang unserer Liebe stand ein Lattenrost im Weg»

Melanie hatte die Nase eigentlich gerade voll von Männern. Doch dann begegnete sie ihrem neuen Nachbarn.

von
Meret Steiger
Melanie und Christoph waren Nachbarn – bis ein Kuss alles veränderte. «Ich hätte nie gedacht, dass sich aus einer Nachbarschaft so etwas Wunderbares entwickelt. Die Liebe kommt halt immer dann, wenn man sie am wenigsten sucht», sagt Melanie.

Melanie und Christoph waren Nachbarn – bis ein Kuss alles veränderte. «Ich hätte nie gedacht, dass sich aus einer Nachbarschaft so etwas Wunderbares entwickelt. Die Liebe kommt halt immer dann, wenn man sie am wenigsten sucht», sagt Melanie.

privat

Darum gehts

  • Melanie hatte eigentlich gerade die Nase voll von Männern.

  • Beim Einzug in ihre neue WG lief der nette junge Nachbar namens Christoph in ihren Lattenrost.

  • Nach einem halben Jahr war für die beiden klar: «Das mit uns ist was Ernstes».

  • Inzwischen sind die beiden verheiratet und haben zwei Kinder.

Ich habe direkt nach dem Lehrabschluss mit meiner Kollegin (und Oberstiftin) eine WG gegründet. Ich war 21, frisch getrennt und wollte einfach mal weg von zu Hause. Wir haben sehr schnell eine schöne Wohnung in Rikon gefunden. Bei der Besichtigung hat uns der Vermieter schon über den netten jungen Nachbarn informiert, aber wir haben uns nichts dabei gedacht – wir hatten beide gerade die Nase voll von Männern.

Wir haben den besagten Nachbarn dann auch nie gesehen – bis zum Zügeltag: Da haben wir einen Teil der Möbel im Gang abgestellt, darunter auch meinen Lattenrost, den wir an die Tür der Nachbarwohnung gelehnt haben. «Der ist bestimmt nicht da», habe ich noch zu meiner Mutter gesagt – und dann ist die Tür aufgegangen und ein junger Mann ist volle Kanne in den Lattenrost gelaufen.

«Er war ganz schön verkatert»

So habe ich Christoph, unseren netten Nachbarn, kennengelernt. Und er schien eine harte Nacht hinter sich gehabt zu haben: Er sah mega verkatert aus. Trotzdem hat sich die Einschätzung bewahrheitet. Christoph war echt supernett und hat uns gleich noch seine Wohnung gezeigt. Es war schön zu wissen, wer so nah wohnt – schliesslich ist unser Balkon nur gerade durch eine Plexiglasscheibe getrennt.

Wir haben uns im Haus immer mal wieder gesehen, zum Beispiel beim Postholen. Irgendwann habe ich mich überwunden und ihn zu einem Spieleabend in unsere WG eingeladen – und ihn anschliessend mit meiner Mitbewohnerin bei Facebook gestalkt. Dort habe ich ihm dann auch eine Freundschaftsanfrage geschickt.

«Den ersten Kuss gab es bei einem gemeinsamen Spaziergang»

Christoph und ich haben uns von dem Moment an regelmässig geschrieben und uns auch gegenseitig besucht – oder wir sind mit dem Hund spazieren gegangen. Bei einem dieser Spaziergänge kam es auch zu unserem ersten Kuss, der wirklich schön war. Wir haben da aber noch nicht über die Zukunft geredet und es einfach mal so laufen lassen. Dann, am 21. Dezember 2013, haben wir geredet und beide gemerkt, dass da doch mehr ist als so ein bisschen Freundschaft Plus und wir uns eine Beziehung vorstellen könnten.

Dann ging es sehr schnell: Da es kurz vor Weihnachten war, haben wir beide auch gleich die Familie des anderen kennengelernt. Wir waren dann noch eine Weile Nachbarn, bis meine Mitbewohnerin wieder mit ihrem Ex-Freund zusammenziehen wollte und wir uns dann gemeinsam eine neue Wohnung gesucht haben.

«Es hat gleich eingeschlagen»

Drei Jahre später, im Dezember 2016, hat er mir einen Antrag gemacht, genau an unserem Jahrestag. Ich habe sofort Ja gesagt und wir haben beschlossen, die Familiengründung anzugehen – wir haben aber nicht damit gerechnet, dass das so schnell einschlägt! Nach nur zwei Wochen war ich schwanger. Ich habe im achten Monat, im September 2017, geheiratet. Im Oktober kam unser Sohn Kaleo zur Welt.

Für meinen Mann war die Familienplanung damit eigentlich komplett, aber ich wollte sehr gern noch eine Tochter. Im Juli 2019 hat unser Sohn mit Malea eine Schwester bekommen. Die Namen sind beide hawaiianisch. Christoph hat dort einige Zeit verbracht. Ich hätte nie gedacht, dass sich aus einer Nachbarschaft so etwas Wunderbares entwickelt. Die Liebe kommt halt immer dann, wenn man sie am wenigsten sucht!

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