07.10.2019 15:22

StrassensperrungAm Axen soll rasch eine Übergangslösung her

Die Axenstrasse wurde nach einem Murgang schon wieder gesperrt. Nun fordert nun die Urner FDP eine Übergangslösung, weil der Güter- und Personenverkehr leide.

von
Daniela Gigor
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Nach einem Murgang kurz vor 23 Uhr am Axen wurde die Strasse zwischen Flüelen und der Abzweigung Wolfssprung bis auf weiteres gesperrt. Wie lange die Sperrung dauert ist noch nicht bekannt.

Nach einem Murgang kurz vor 23 Uhr am Axen wurde die Strasse zwischen Flüelen und der Abzweigung Wolfssprung bis auf weiteres gesperrt. Wie lange die Sperrung dauert ist noch nicht bekannt.

Keystone/Urs Flueeler
Mehrere tausend Kubikmeter Gestein sollen sich laut Astra gelöst haben. Teilweise stürzte der Murgang bis in den Urnersee. Personen wurden dabei keine verletzt.

Mehrere tausend Kubikmeter Gestein sollen sich laut Astra gelöst haben. Teilweise stürzte der Murgang bis in den Urnersee. Personen wurden dabei keine verletzt.

Keystone/Urs Flueeler
Einzelne Reissleinen und Steinschlagschutznetze wurden beschädigt. Die Strasse trug keinen Schaden davon. Wegen dem Wetter können weitere Steinschläge sowie Murgänge erwartet werden. Daher ist das Betreten des Gebiets zu gefährlich.

Einzelne Reissleinen und Steinschlagschutznetze wurden beschädigt. Die Strasse trug keinen Schaden davon. Wegen dem Wetter können weitere Steinschläge sowie Murgänge erwartet werden. Daher ist das Betreten des Gebiets zu gefährlich.

Keystone/urs Flueeler

Die Axenstrasse bereitet den Anwohnern Sorge: Bereits Ende Juli war die Strasse zwischen Flüelen und Sisikon für Wochen gesperrt, weil sich Steinbrocken gelöst hatten. Für den Verkehr freigegeben wurde die Strasse erst am 13. September. Sie blieb allerdings nicht lange geöffnet: Bereits am 3. Oktober musste die Strasse zwischen Flüelen und der Abzweigung Wolfssprung bis auf weiteres wieder gesperrt werden, weil ein Murgang niederging und mehrere tausend Kubikmeter Gestein auf die Strasse stürzten.

Sperrung schadet Interessen des Kantons Uri

Dieses Naturereignis ruft nun die Urner FDP auf den Plan. Wie die Partei am Montag mitteilte, «ist diese Situation so nicht tragbar.» Sie sei besonders für die volkswirtschaftlichen Interessen des Kantons Uri und für die Wirtschaft schädlich. Ausserdem sei die Sperrung für die vielen Pendler, das Gewerbe und für die Bevölkerung von Sisikon eine grosse Belastung.

«Bis der neue Axentunnel eine hoffentlich definitive Lösung

bringt, dauert es noch viele Jahre», teilt Ruedi Cathry, Präsident der FDP Uri, weiter mit. Wegen der noch hängigen Einsprachen sei noch völlig ungewiss, zu welchem Zeitpunkt mit dem Bau gestartet werden könne.

Darum fordert die Urner FDP, dass für die Zeit bis zur Eröffnung der neuen Axenstrasse «wenn immer möglich mit einer baulichen Übergangslösung die permanente Verfügbarkeit der Axenstrasse sichergestellt wird.» Als mögliche Variante kann sich die FDP diese mit einer zusätzlichen geschützten Notbrücke und einem geschützten Viadukt an die bestehende Brücke oder einen Kurztunnel vorstellen. Diese Übergangslösung soll ohne Änderung des Projektes Axentunnel gefunden werden, um nicht das laufende Bewilligungsverfahren zu gefährden oder weiter zu verzögern. Gleichzeitig wird gefordert, dass die Verfahren zur Genehmigung der neuen Axenstrasse beschleunigt werden.

Auch Einsprachen sollen zurückgezogen werden

Von der Urner Regierung wird erwartet, dass sie möglichst rasch handelt. Dies soll in Zusammenarbeit mit dem Kanton Schwyz geschehen. Falls es nötig sein sollte, müssten auch die indirekt betroffenen Kantone Nid- und Obwalden sowie Luzern ins Boot geholt werden, um beim Bundesrat vorstellig zu werden.

Im weiteren fordert die Urner FDP das Axenkomitee auf, ihre Einsprachen sofort zurückzuziehen, damit möglichst schnell mit dem Bau des Axentunnels gestartet werden könne. Die Bauvorsteher der Kantone Uri und Schwyz waren am Montag für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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