Nutzungsstudie: «Am Birsköpfli gibt es keine Gewalt»

Aktualisiert

Nutzungsstudie«Am Birsköpfli gibt es keine Gewalt»

In den vergangenen Jahren war wiederholt von Gewalt am Birsköpfli die Rede. Eine neue Studie des Bau- und Verkehrsdepartements Basel-Stadt beweist das Gegenteil.

von
Valeria Happel

Bis zu 400 Personen halten sich bei schönem Wetter auf der üppigen Wiese am Birsköpfli auf. Dies zeigt die neue Nutzungsstudie des Bau- und Verkehrsdepartements Basel-Stadt, die zum Zweck der Optimierung des beliebten Ortes durchgeführt wurde. Auslöser dafür war die scheinbar hohe Konfliktquote am Birsköpfli, der die Allmendverwaltung und die Christoph Merian-Stiftung auf den Grund gehen wollten. «Anders als erwartet, hat die Studie allerdings gezeigt, dass es am Birsköpfli friedlich zugeht. Dort gibt es keine Gewalt», sagt Niklaus Hofmann vom Tiefbauamt Basel-Stadt. Die Annahme beruhte laut Hofmann lediglich auf Einzelfällen.

Im Zuge der im Sommerhalbjahr durchgeführten Erhebung wurden die Basler am Birsköpfli zu ihren Erwartungen befragt. «Events oder Restriktionen sind nicht gewünscht», so Hofmann. Das Birsköpfli soll vielmehr bleiben, wie es ist. «Nur sauberer soll es werden und mehr WC-Anlagen werden gefordert», sagt Hofmann. Gesagt, getan: Seit Juni gibt es nun grössere Abfallcontainer und im Parkpavillon soll es bald zusätzliche WC-Anlagen geben. «Es ist ein einzigartiger Ort in Basel, der erhalten bleiben muss. Die Bedürfnisse der Nutzer sind dabei sehr wichtig», so Hofmann.

Neue Betreiber, neuer Parkpavillon

Zudem hat die Studie gezeigt, dass mehrheitlich Jugendliche am Birsköpfli anzutreffen sind. Aber auch bei Familien ist der Ort laut Hofmann sehr beliebt. Im Pavillon würden sich dagegen ältere Generationen wohlfühlen. Dies soll sich künftig ändern. Ab dem Frühjahr 2015 übernehmen die neuen Betreiber Pascal Moor, Gabriel Pellicano und Thomas Gander den Parkpavillon.

Der Pavillon soll dann «moderner und offener» gestaltet werden, wie Pellicano sagt. «Wir wissen, welche Ansprüche die Jugendlichen haben. Wir sind schliesslich in diesem Quartier aufgewachsen und haben unsere Jugend am Birsköpfli verbracht.»

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