Am EM-Eröffnungstag droht Strassenschlacht
Aktualisiert

Am EM-Eröffnungstag droht Strassenschlacht

Das Bündnis gegen Rechts droht der Stadt Bern: Falls die Polizei den geplanten Abendspaziergang verhindert, wollen die Antifaschisten während der Euro demonstrieren.

von
Patrick Marbach

«Aus dem Bewusstsein, dass der Widerstand auf der Strasse immer noch notwendig ist», will das Bündnis gegen Rechts am 31. Mai durch die Innenstadt ziehen. Bei solchen antifaschistischen Abendspaziergängen kam es immer wieder zu Ausschreitungen. Wohl auch deshalb, weil die Stadtbevölkerung genug von dem Radau hat, legte die Bewegung letztes Jahr eine Demo-Pause ein.

Doch nun schwenkt sie auf den harten Kurs zurück: Falls die Polizei den Umzug verhindert, soll die Demo am 7. Juni stattfinden – ausgerechnet während der Eröffnung der Fussball-EM. «Internationale Mega-Events wie die EM dienen höchstens als Feigenblatt, um die repressive, ausbeuterische Politik in das etwas freundlichere Licht der Völkerverständigung zu rücken», rechtfertigen die Antifaschisten ihre Drohung.

«Ziemlich daneben» findet GFL-Präsident Manuel C. Widmer den Aufruf. Die Euro-Eröffnung sei ein derart unglücklicher Zeitpunkt für eine solche Kundgebung, dass es notfalls gerechtfertigt wäre, die Demonstrationsfreiheit einzuschränken.

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