Aktualisiert 11.11.2011 21:56

Deutschland - Cup

Am Ende lachte Kölliker

Die Schweizer Eishockey-Nati konnte zum Auftakt des Deutschland-Cups nicht überzeugen. Nach dem 2:4 gegen den Gastgeber war nur ein «Eisgenosse» zufrieden: Köbi Kölliker, dessen Einstand als Deutschland-Trainer glückte.

Die Schweizer Nati hatte gegen Gastgeber Deutschland das Nachsehen.

Die Schweizer Nati hatte gegen Gastgeber Deutschland das Nachsehen.

Dem Eishockey-Nationalteam ist der Start in den Deutschland-Cup in München gründlich misslungen. Die Schweizer unterlagen dem Gastgeber nach einer 1:0-Führung mit 2:4. Am Ende fehlte den Eisgenossen auch etwas Glück. Eine Minute vor Schluss, bei sechs gegen vier Feldspieler, flog der Puck doch noch zum vermeintlichen 3:3-Ausgleich ins deutsche Tor. Kevin Romy hatte die Scheibe ins offene Goal geschoben. Der Schweizer Referee Didier Massy, selber ein ehemaliger Internationaler, annullierte den Treffer jedoch wegen Torraumoffside.

Die Schweizer haderten über diesen Entscheid. Sie mussten sich aber primär an der eigenen Nase nehmen. 46 Minuten lang boten sie eine ungenügende Leistung. Erst nach Julien Sprungers Anschlussgoal zum 2:3 erspielten sie sich nochmals Möglichkeiten. Sprunger und Benny Plüss in der 52. Minute und Andrej Bykow in der 55. Minute hatten das 3:3 auf dem Stock. Die Wende wollte aber nicht mehr gelingen.

Deutschland siegte verdientermassen. Die Mannschaft des neuen Teamchefs Köbi Kölliker steigerte sich nach der ersten Pause und dominierte die Partie. André Rankel, Philip Gogulla und Nikolai Goc erzielten innerhalb von zehn Minuten die Tore vom 0:1 zum 3:1. Das siegbringende 4:2 wurde nochmals Gogulla gutgeschrieben. Ein technisches Tor (weil ein Schweizer Verteidiger ohne Goalie auf dem Eis den losziehenden Gogulla foulte) besiegelte die dritte Niederlage in Folge gegen Deutschland. Die Schweiz hatte bis zur 31. Minute durch einen Shorthander von Kevin Romy, dessen erstes Nationalmannschaftstor seit zweieinhalb Jahren, 1:0 geführt.

Deutschland - Schweiz 4:2 (0:1, 2:0, 2:1)

Olympiahalle, München. - 4500 Zuschauer. - SR Aumüller/Massy (De/Sz), Hauber/Iwert (De).

Tore: 6. Romy (Ausschluss Bykow!) 0:1. 31. Rankel (Hospelt) 1:1. 39. Gogulla (Kohl, Patrick Reimer) 2:1. 41. (40:12) Nikolai Goc 3:1. 46. Sprunger (Bykow) 3:2. 60. (59:39) Gogulla 4:2 (technisches Tor).

Strafen: 7mal 2 plus 10 Minuten (Nikolai Goc) gegen Deutschland, 7mal 2 Minuten gegen Deutschland.

Deutschland: Pätzold; Lavallée, Nikolai Goc; Petermann, Schubert; Reul, Fischer; Kohl, Hördler; Wolf, Hospelt, Rankel; Flaake, Kink, Wörle; Patrick Reimer, Pietta, Gogulla; Mauer, Greilinger, Hager.

Schweiz: Genoni; Chiesa, von Gunten; Loeffel, Blum; Tim Ramholt, Grossmann; Gobbi, Wellinger; Rubin, Trachsler, Dino Wieser; Fabian Schnyder, Monnet, Damien Brunner; Benny Plüss, Bykow, Sprunger; Bodenmann, Simon Moser, Romy.

Bemerkungen: Schweiz ohne Manzato (Ersatztorhüter), Simon Lüthi, Pestoni, Berra, Suri, Walker, Steinmann und Pascal Berger (alle überzählig). - Torschüsse: Deutschland 33 (3-17-13); Schweiz 26 (7-8-11). - Powerplay: Deutschland 0/6 (ein Shorthander kassiert); Schweiz 0/5. - Timeout Schweiz (58:29). (si)

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