Eklipse der Superlative – Am Freitag gibts die längste Mondfinsternis seit 600 Jahren
Publiziert

Eklipse der SuperlativeAm Freitag gibts die längste Mondfinsternis seit 600 Jahren

Laut der Nasa findet am Freitagmorgen eine nahezu totale Mondfinsternis statt: 99,1 Prozent des Mondes werden im Erdschatten sein. Je nach Position dauert das Spektakel bis zu sechs Stunden.

1 / 4
Bei einer Mondfinsternis färbt sich der Erdtrabant rötlich ein.

Bei einer Mondfinsternis färbt sich der Erdtrabant rötlich ein.

Imago
Die dunklen, scharf gezeichneten Flächen zeigen, von wo aus die Mondfinsternis in ihrer ganzen Pracht gesehen werden kann.

Die dunklen, scharf gezeichneten Flächen zeigen, von wo aus die Mondfinsternis in ihrer ganzen Pracht gesehen werden kann.

Nasa
So präsentiert sich das Spektakel vom Mond aus gesehen.

So präsentiert sich das Spektakel vom Mond aus gesehen.

Nasa

Darum gehts

  • Am kommenden Freitagmorgen findet die längste fast totale Mondfinsternis seit 1440 statt.

  • Wegen der derzeit sehr grossen Entfernung des Mondes zur Erde dauert das Spektakel insgesamt drei Stunden und 28 Minuten.

  • Allerdings ist in Europa nur wenig davon zu sehen.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag kündigt die Nasa die längste Mondfinsternis seit dem Jahr 1440 an. Dabei wird der Kernschatten der Erde bis zu 97 Prozent der Mondoberfläche verdunkeln und in ein rötliches Licht tauchen. Das ganze Spektakel soll drei Stunden und 28 Minuten dauern, ist aber leider in Europa nur unvollständig zu sehen: Die ganze Pracht der Eklipse ist nur in Nordamerika, Teilen Südamerikas und Asiens sowie dem Osten Australiens und den Südseegebieten zu sehen. Allerdings sollen auch in Europa Teile des Ereignisses zu sehen sein.

Im Osten der USA etwa beginnt die Mondfinsternis um 2.19 Uhr morgens und endet um 5.47 Uhr mit dem Austritt des Mondes aus dem Kernschatten (Umbra). Der Mond ist alles in allem sogar sechs Stunden und zwei Minuten im Schatten der Erde. Dass die Eklipse so lange dauert, hängt mit der derzeitigen maximalen Distanz des Trabanten von der Erde von 405’000 Kilometern zusammen. Die nächste vergleichbar lange Mondfinsternis ist erst für das Jahr 2669 vorausgesagt.

Eine Mondfinsternis entsteht, wenn sich der Mond und die Erde in einer Linie zur Sonne befinden und die Erde ihren Schatten auf den Mond wirft. Der Teil des Lichts, der trotzdem auf die Erde trifft, lässt den Mond rötlich leuchten, da die Erde das blaue Licht herausfiltert. Je mehr Staub und Wolken sich in der Atmosphäre auf dem Weg des Lichts befinden, desto rötlicher erscheint der Mond.

Insgesamt sind für das 21.Jahrhundert 228 Mondfinsternisse angekündigt, allerdings nicht von diesem Umfang und der Dauer der jetzigen.

My 20 Minuten

Als Mitglied wirst du Teil der 20-Minuten-Community und profitierst täglich von tollen Benefits und exklusiven Wettbewerben!

(trx)

Deine Meinung

7 Kommentare