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Fondue statt BBQAm Freitag schneit es bis ins Flachland

Regen und Kälte – wer geglaubt hat, dass dieser Frühling nicht schlimmer werden kann, hat sich geirrt. Er kann. Und wie.

von
kub

Stabiles Hochdruckwetter ist nicht in Sicht: Auch diese Woche bleibts in der Schweiz kalt und trüb. Viele Wolken zieren morgen Mittwoch den Himmel, ab und zu gibts Schauer. Die Höchsttemperaturen liegen bei gerade mal 11 bis 12 Grad.

Aber das ist noch nicht der Tiefpunkt. Am Donnerstag kühlt es noch mehr ab. Aus Nordeuropa erreicht uns eine Kaltfront. Es bleibt im Norden kalt und nass. Die Schneefallgrenze sinkt bis zum Abend gegen 1000 Meter. Bereits heute haben uns Leser-Reporter-Bilder des verschneiten San Bernardino erreicht. Tatsächlich schneit es heute auf 2000 Meter über Meer, wie Sarina Scheidegger von MeteoNews 20 Minuten erklärt.

Aprilwetter im Mai

Am Freitag wird es bitterkalt. Je nach Intensität der Niederschläge kann es zwischen 500 und 1000 Meter über Meer schneien. Es bleibt am Wochenende wechselhaft. Laut Meteorologen von MeteoNews werden gewittrige Regen- und Graupelschauer erwartet.

Das letzte Wochenende im Mai – laut Meteonews eine trübe Suppe. Auch dann kann sich kein stabiles Hoch einrichten. Das Wetter bleibt nächste Woche wechselhaft, unbeständig und relativ kühl für die Jahreszeit.

Wenig Sonne, weniger warm

Eine erste Auswertung des Wetters im Mai 2013 zeigt Überraschendes. Denn der subjektive Eindruck trügt. Im Vergleich zum langjährigen Mittel (1991 bis 2010) ist der Mai zwar etwas weniger warm, jedoch betragen die Differenzen laut Meteonews bis jetzt meist nicht mal ein Grad. Auf der Alpennordseite hat es zu wenig geregnet. In Zürich etwa gab es nur ein bisschen mehr als die Hälfte des durchschnittlichen Niederschlags. In Basel fiel knapp ein Drittel und in Bern weniger als die Hälfte.

Im Tessin hingegen wars im Mai überdurchschnittlich nass. Hier liegt der langjährige Durchschnitt bei 196,1 Millimeter. Im Mai 2013 gab es bereits 255,4 Millimeter.

Im Mai 2013 hat sich die Sonne weniger gezeigt als im langjährigen Mittel. In einem normalen Mai dürfen wir bis zu sechs Stunden Sonne täglich geniessen, doch dieses Jahr war es anders: Bis jetzt waren es nur drei bis vier Stunden.

Video: Meteomorgenausgabe vom 22. Mai 2013

Vorboten des Schnees

Schon heute Dienstag musste die Autobahn A13 zwischen Hinterrhein und Pian San Giacomo während rund dreieinhalb Stunden für jeglichen Verkehr gesperrt werden, wie die Kapo Graubünden mitteilte. Die A13 wurde kurz nach 10 Uhr gesperrt, weil zahlreiche Personen- und Lastwagen auf der schneebedeckten Fahrbahn ins Stocken oder ins Rutschen geraten waren. Kurz vor 14 Uhr konnte die Strasse schliesslich für den Verkehr wieder freigegeben werden.

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