«Am liebsten würde ich natürlich tutti quanti alles gewinnen»
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«Am liebsten würde ich natürlich tutti quanti alles gewinnen»

Roger Federer äusserte nach seinem Erfolg bei den Davidoff Swiss Indoors in Basel zu verschiedenen Stichworten. Unter anderem auch über das nächste Jahr.

Federer über...

- den Sieg am Heimturnier: «Ein sehr, sehr schönes Gefühl. Leider für die Fans ging alles schnell vorbei, weil es kein Best-of- 5-Final mehr war. Die Fans aus der Romandie, aus dem Tessin und aus den Bergen, die zum Teil eine lange Anreise hatten, sahen mich nur eine Stunde am Werk. Immerhin konnte ich ihnen den Wunsch erfüllen, mich siegen zu sehen. Die Siegerzeremonie in Basel ist eine der schönsten auf der Tour. Am Ende wurde es so wieder zu einer sehr emotionalen Angelegenheit. Der lange Applaus und die standing ovation am Schluss taten sehr, sehr gut.»

- über seine Leistung in Basel und im Final: «Mir gelangen fünf gute Spiele. Nach dem Satzverlust gegen Michael Berrer war ich überrascht, wie locker ich durch die Runden kam, zumal ich glaubte, eine schwierige Auslosung erwischt zu haben. Im Final gelang mir eine gute Leistung. Ich spielte offensiver als üblich. Schon in meinem zweiten Aufschlagspiel gewann ich einen wichtigen Punkt mit einem Angriff mit dem zweiten Aufschlag. Ich hatte relativ früh ein gutes Gefühl, dass Netzangriffe heute erfolgversprechend sind.»

- die Nummer 1, die er sich bis Ende Jahr gesichert hat: «Natürlich ist es schön, die Nummer 1 in Basel zu zementieren. Es wäre aber noch schöner gewesen, wenn mir das schon in der Vorwoche in Madrid gelungen wäre. Man sollte meinen, dass mit drei gewonnenen Grand-Slam-Turnieren die Nummer 1 früher im trockenen sein sollte. Aber Rafael Nadal hat eben auch immer wieder seine Turniere gewonnen.»

- über das nächste Turnier in Paris-Bercy, das er erstmals seit 2003 wieder bestreitet: «Eine Absage stand nie zur Diskussion. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass ich verletzungsmässig irgendetwas aufs Spiel setzen könnte. Ich freue mich, wieder einmal fit in Paris-Bercy antreten zu können.»

- seine Ziele für 2008: «Am liebsten würde ich natürlich tutti quanti alles gewinnen: 45 Turniersiege in 45 Wochen. Aber im Ernst: Das wichtigste für mich ist, verletzungsfrei zu bleiben. Dann ist 2008 ein Olympiajahr, und die Olympischen Spiele sind für mich sehr, sehr wichtig. Ich freue mich riesig auf Peking. Und dann will ich natürlich die Nummer 1 verteidigen und in Wimbledon und Paris das Maximum herausholen.»

(si)

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