Unfallstatistik: Am Montag zwischen 7 und 8 Uhr krachts
Aktualisiert

UnfallstatistikAm Montag zwischen 7 und 8 Uhr krachts

Montags in den Morgenstunden ist das Unfallrisiko besonders gross. Weshalb das so ist und wie man Unfälle verhindern kann, verdeutlicht jetzt eine Studie.

Ein Sportwagen der Marke Dodge Viper liegt an einem Montag verkeilt unter der Leitplanke auf der A1 bei Oftringen. Die genaue Uhrzeit des Crashs entzieht sich unserer Kenntnis.

Ein Sportwagen der Marke Dodge Viper liegt an einem Montag verkeilt unter der Leitplanke auf der A1 bei Oftringen. Die genaue Uhrzeit des Crashs entzieht sich unserer Kenntnis.

Am Montagmorgen ist die Welt nicht in Ordnung: Zwischen 7 und 8 Uhr ereignen sich 40 Prozent mehr Unfälle als von Dienstag bis Freitag zur selben Uhrzeit. Das statistisch relevante höhere Unfallrisiko hält bis zur Znünipause an.

Dass am Montagmorgen mehr Unfälle passieren, hat allerdings nichts damit zu tun, dass am Anfang der Arbeitswoche besonders gefährliche Tätigkeiten ausgeübt werden. Wie die Auswertung aller Unfälle von Suva-Versicherten von 1999 bis 2008 zeigt, häufen sich am Montagmorgen nicht nur Berufsunfälle, sondern auch Freizeit- und Haushaltsunfälle.

Eine mögliche Erklärung für das höhere Unfallrisiko am Montagmorgen sieht die Unfallversicherung Suva in der inneren Uhr des Menschen. Viele Menschen würden am Wochenende ihren Tag-Nacht-Rhythmus verändern, sprich sich später schlafen legen und am Morgen ausschlafen.

Unfälle können verhindert werden

Gemäss ihrer inneren Uhr stünden sie dann am Montag zu früh auf, weshalb sich am frühen Morgen die Leistungsfähigkeit noch nicht auf dem gewohnten Niveau befände, teilte die Suva am Montag mit. Die durchschnittlich 45 zusätzlichen Montagsunfälle könnten also verhindert werden, wenn die Leute am Wochenende um die gleiche Zeit schlafen gehen und aufstehen würden wie unter der Woche.

Die Suva, welche die statistische Häufung der Unfälle am Montagmorgen jährlich 10 Millionen Franken kostet, rät als präventive Massnahme aber dennoch nicht, aufs sonntägliche Ausschlafen zu verzichten. Vielmehr will die Unfallversicherung in der Öffentlichkeit das Risikobewusstsein von Stolper- und Sturzunfällen schärfen. (sda)

Deine Meinung