Aktualisiert 10.06.2009 21:04

ErdwärmeAm Triemli soll nach Erdwärme gebohrt werden

Die Stadt Zürich soll mehr Mittel für die Nutzung von Erdwärme aufwenden. Der Gemeinderat sagte am Mittwoch mit 91 zu 19 Stimmen ja zu einer Ergänzung eines bereits bewilligten Kredits. Das letzte Wort soll das Volk haben.

Mitte Dezember 2008 bewilligte das Parlament einen Kredit von 19,9 Millionen Franken für die Erkundung des Untergrundes im Triemli-Quartier im Hinblick auf eine allfällige Geothermie-Nutzung. Die Aufstockung ist vorsorglich für eine zweite Bohrung an der gleichen Stelle gedacht, falls die erste vielversprechende Resultate zeitigt.

Gefordert wurde die Aufstockung per Motion von einer SP-Gemeinderätin und Mitgliedern der Kommission. Der bewilligte Kredit reiche weder für eine allfällige zweite Bohrung noch für eine gegebenenfalls nötige Energiezentrale. Es sei aber wichtig, eine (teure) Bohrpause zu vermeiden. Gegen den Vorstoss wandte sich einzig die SVP. (sda)

Weitere Abklärungen in Basel

Am Standort der Basler Geothermiebohrungen sollen weitere Messungen vorgenommen werden: Die Betreiberin Geopower AG hat ein Baugesuch eingereicht. Die Messungen sollen Aufschluss über die Wasserdurchlässigkeit des Gesteins in 5000 Meter Tiefe geben.

Dort hatte die Geopower 2006 Wasser eingepresst, um später Wärme fördern zu können. Nach drei unerwartet starken Erdstössen in der Region war das Geothermieprojekt Ende 2006 sistiert worden; der Kanton ordnete zunächst eine Risikoanalyse an.

(SDA)

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