Fertig mit «Winter Wonderland»Am Mittwoch kommt der «Schneefresser»

Nach dem Schnee-Chaos, erwartet die Schweiz diese Woche bereits der nächste Wetter-Umschwung. Ein Föhnsturm bringt milde Temperaturen bis zu 16 Grad. Nass soll es aber dennoch werden. Alle News zum Wetter im Ticker.

So schnell ist die Schneedecke gewachsen

In den letzten 24 Stunden sind in Teilen der Schweiz rekordverdächtige Schneemengen gefallen. Webcam-Aufnahmen zeigen, wie Schnell die Schneedecke über Nacht und am Morgen gewachsen ist.

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Montag, 18.1.2021

Föhn vertreibt Schnee ab Mitte Woche

Ab Mitte Woche wütet in den Alpentälern ein Föhnsturm. So dürfte das «Winter Wonderland» bald verschwinden, wie SRF Meteo schreibt. Zwischen Mittwochmittag und Freitagmorgen zieht der Sturm mit Böen von 80 bis 120 km/h durch die Alpentäler. Am Mittwoch steigen die Temperaturen im Urner Reusstal, Glarnerland und Rheintal auf 11 bis 16 Grad an. Tauwetter mit Temperaturen zwischen 5 und 10 Grad gibt es zur Wochenmitte aber auch in den übrigen Regionen der Alpennordseite. Nass dürfte es in der zweiten Wochenhälfte aber doch bleiben, wie Meteo News schreibt. Als «Schneefresser» entpuppt sich im Flachland neben den höheren Temperaturen am Freitag auch der zeit- und gebietsweise fallende Regen. Bis zum kommenden Wochenende wird im Flachland wohl kaum noch was von der weissen Pracht übrig bleiben.

Letzte Schneeschauer

Es wird besser: Die neue Woche beginnt laut MeteoNews zwar noch mit vielen Wolken und entlang der Berge mit letzten Schneeschauern. Doch dann setzt sich aus Westen kommend eine Wetterbesserung durch.

Sonntag, 17.1.2021

Es bleibt weiss

«Die erste Front ist durch», sagt Roger Berret, Meteorologe bei Meteonews. Im Flachland seien einige Zentimeter Neuschnee gefallen. Die grössten Schneemengen habe es mit deutlich über 20 Zentimeter im Wallis gegeben.

Im Verlauf des Tages sei im Flachland nun Regen und Schneeregen zu erwarten. Recht viel Neuschnee werde in den Voralpen fallen.

In der Nacht seien dann noch vereinzelte Schneeschauer zu erwarten. Morgen reisse die Wolkenschicht aber auf und es werde schöner. Vorbei sei der Flockdown in der Schweiz aber noch nicht. «Es bleibt weiss. Das grosse Schmelzen setzt erst gegen Mitte Woche ein.»

Prognosen

Der Morgen startet bewölkt, es gibt laut dem «Wetterflash» von MeteoNews Niederschläge mit Schnee oder in tiefen Lagen Schneeregen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Am Nachmittag bleibt es bewölkt, entlang der Alpen wird es nass. Im Flachland erwartet MeteoNews 3 - 10 Zentimeter Neuschnee, in den Alpentälern 10 - 20 Zentimeter und in den Bergen 30 - 50 Zentimeter. Mässiger Wind bläst im Flachland, stürmischer Wind hingegen in den Bergen.

Video: MeteoNews

10 cm Neuschnee

Die nächste Störung hat die Schweiz erreicht: Laut einem Tweet von MeteoNews fällt bei frostigen Temperaturen der Schnee bis in die tiefen Lagen. Bis Sonntagabend soll es im Flachland bis zu 10 cm, in den Bergen bis zu 50 cm Neuschnee geben.

Samstag, 16.1.2021

Schnee kommt zurück

Öffentlicher Verkehr

Nach dem Schneechaos hat sich die Lage im öffentlichen Verkehr noch nicht überall beruhigt (Stand: 6:45 Uhr).

  • So ist im Raum Zürich die Strecke der S10 zwischen Triemli und Uetliberg bis etwa Sonntagmittag unterbrochen. Bei Tram und Bussen kommt es auf dem Stadtgebiet inzwischen nur noch zu Teilausfällen.

  • Die SBB meldet unter anderem, dass zwischen Wohlen AG und Dietikon sämtliche Züge ausfallen - die Dauer des Unterbruchs ist noch unbestimmt.

  • Wegen Lawinengefahr ist zudem der Bahnverkehr zwischen Davos Platz und Filisir auf unbestimmte Zeit unterbrochen.

  • Zwischen Thayngen und Singen kann es zu Verspätungen und Zugausfällen kommen - die Einschränkung sollte bis kurz vor Mittag behoben werden können.

Die Lage in der Nacht

Knapp -14 Grad am Flughafen Zürich, -12 in Wohlen und -11 in Rafz - nach dem Schneechaos vom Vortag fielen in der Nacht auf Samstag die Temperaturen deutlich unter den Gefrierpunkt. Im zentralen und östlichen Flachland gab es mit bis zu -15 Grad die gar kälteste Nacht des Winters, wie MeteoSchweiz twittert. Im westlichen Flachland sei es dank Bise und ohne Schnee wärmer.

MeteoNews warnt zudem vor akuter Glättegefahr und schlechter Sicht wegen lokaler Nebelschwaden.

Freitag, 15.1.2021

Veloweg-Demo

Die prekären Strassenverhältnisse halten die Demonstranten für mehr Velowege in Zürich nicht ab. Auch bei niedrigen Temperaturen und verschneiten Strassen machen sie sich mit dem Velo auf den Weg. Begleitet werden die sechs Teilnehmer von einem Polizeifahrzeug.

Velodemo auf weissen Strassen

Auf den schneebedeckten Strassen Zürich forderten Velofahrer den Ausbau der Velowege.

Achtung, es wird eisig!

Nach dem Schnee kommt das Eis. Während die Strassen in der Schweiz mehrheitlich geräumt sind, wirds auf den Trottoirs richtig glatt. Allen, die zu Fuss unterwegs sind: Achtung vor der Glätte.

Lawinenniedergang fordert Todesopfer

Heute Mittag kam es unterhalb des Bergstation Niederbauen in Emmetten zu einem Lawinenniedergang. Zwei Person wurden von der Lawine erfasst, wobei eine Person verstarb. Wie der Kanton Nidwalden in einer Mitteilung schreibt, wurde ein 26-jähriger Zentralschweizer getötet. Er war mit Skiern von der Bergstation Niederbauen talwärts in Richtung Emmetten unterwegs. Der 26-Jährige war mit einem Kollegen unterwegs. Dieser konnte sich selbstständig befreien.

Ende in Sicht

Die Lage in der Schweiz beruhigt sich langsam. Wie MeteoNews via Twitter mitteilt, macht der Schneefall bis Samstagabend voraussichtlich Pause.

Feuerwehr

Die Feuerwehr Elsau-Schlatt bittet die Bevölkerung der Gemeinde um Hilfe. Wie es auf ihrer Homepage heisst, verschwinden immer mehr Hydranten in den Schneemassen. Die Feuerwehr schreibt: «Helfen Sie Ihren Mitmenschen, uns und ihnen selbst. Bitte befreien Sie den nächsten Hydranten zu Ihrem Zuhause, damit wir diesen im Notfall nicht zuerst befreien müssen.»

Der Schnee ist auch in Bern angekommen

Am Morgen und Vormittag blieben die Region Bern und die Westschweiz noch vom Schnee verschont. Grund dafür ist eine Luftmassengrenze, die ungefähr bei Solothurn durch die Schweiz ging. Im Westen war es entsprechend viel wärmer als im Osten. Damit ist es seit dem späten Vormittag aber vorbei, wie das Video einer Leserin aus Bern zeigt.

Jetzt schneit es auch in Bern

Nachdem es am Morgen in Bern nur geregnet hat, sind am Mittag die ersten Schneeflocken gefallen.

Zahnradbahn auf die Rigi ist gesperrt

Die Rigibahnen mussten am Freitag die Zahnradbahn Arth-Goldau - Rigi Kulm unterbrechen. Dies teilte das Unternehmen in einem Communiqué mit. «Aufgrund der grossen Schneelast und des starken Windes sind mehrere Bäume auf die Fahrleitung der Zahnradbahn-Strecke gefallen und haben diese stark beschädigt», heisst es. Alle anderen Strecken der Rigibahnen sind weiter in Betrieb.

Über 80 Zentimeter

Baum auf der A3 bei Thalwil ZH

Morgens, kurz vor 9 Uhr auf der Autobahn – und plötzlich liegt da ein Baum. So passierte das am Freitag Leser Luc Pfisterer auf der A3 von Horgen nach Thalwil ZH. «Das Auto vor mir ist links durchgefahren, da habe ich es auch versucht», sagt er. «Ich fand es eher lustig als gefährlich. Es hat sich angefühlt wie in einer Waschstrasse. Ich bin recht sicher, dass mein Auto keine Kratzer davongetragen hat, also alles in Ordnung.»

Pfisterer rief umgehend die Polizei an und meldete den Baum auf der Fahrbahn. Diese bestätigt den Vorfall. «Wir haben den Notruf erhalten und umgehend an die Feuerwehr weitergegeben», sagt ein Mediensprecher.

Für den ganzen Kanton meldet die Kantonspolizei Zürich in einer Zwischenbilanz momentan über 200 Verkehrsunfälle, 12 davon mit Verletzten.

Baum stürzt auf der A3 um

Auf der A3 zwischen Horgen und Thalwil ist heute Morgen wegen des Schnees ein Baum umgekippt.

«So etwas habe ich noch nie erlebt»

20-Minuten-Leserin Sarah Schönholzer aus Teufen AR musste am Freitagmorgen 45 Minuten lang schaufeln. «Wir waren eingeschneit», erzählt sie. «Wir haben hier ja oft harte Winter, aber so etwas habe ich wirklich noch nie erlebt. Das sind fast 80 cm Schnee, ich habe noch nachgemessen.»

Trotz der anstrengenden morgendlichen Schaufel-Einlage schafften es die Kinder aber noch rechtzeitig in die Schule. «Wir haben gut geplant», lacht Schönholzer. «Es ist natürlich ein absolutes Verkehrschaos, aber zu Fuss ging es einigermassen.» Darum ist sie auch froh, dass sie selber heute frei hat und nicht zur Arbeit muss.

Pendler-Chaos auch in St. Gallen

In der Stadt St. Gallen liegt rund ein halber Meter Schnee. Die Räumungsdienste sind vielerorts nicht nachgekommen mit der Räumung des Neuschnees. Auf der Autobahn geht es meist nur langsam vorwärts, es staut vielerorts. Im öffentlichen Verkehr sieht es nicht besser aus. Teilweise sind Züge ausgefallen, Verspätungen von über 40 Minuten sind keine Seltenheit.

134 Kommentare
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Sommerpneu Fips

13.01.2021, 22:57

Ich fahre bei jedem Wetter Freunde der Sonne

Kua

13.01.2021, 22:41

Sehr schön dieser Schnee da kann man Corona glatt vergessen

Romeo Gamma

13.01.2021, 21:36

In den 70ger Jahren war eine 40 bis 50 cm hohe Schneedecke um diese Jahreszeit normal. Von "Schwarzräumung" konnte man damals nur träumen. Heutzutage muss es nur 5 cm Schnee hinwerfen, und die Automobilisten sind schon überfordert, und es wird gesalzen, dass es nur so kracht. Möchte gar nicht wissen, wieviele Autofahrer jetzt noch mit Sommerreifen "on the road" sind!