Heisser Sommer: Am Wochenende drohen Hitze- und Ozon-Alarm
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Heisser SommerAm Wochenende drohen Hitze- und Ozon-Alarm

Schmerzen beim Atmen, brennende Augen und Husten: Die hohen Ozonwerte und die Hitze machen vielen Schweizern zu schaffen. Experten raten, Kleinkinder im Haus zu behalten.

von
hal

Die Ozonkonzentration in der Luft liegt seit einer Woche deutlich über dem Grenzwert. Und bis am Wochenende sollen die Ozonwerte weiter steigen, sagt Reto Vögeli von MeteoNews. Zudem rollt am Wochenende voraussichtlich die erste Hitzewelle über das Land: Schon heute dürfte laut Meteo Schweiz die erste Hitzewarnung ausgegeben werden. Bereits gestern Abend wurde der erste Ozon-Warnaufruf veröffentlicht.

Denn die hohe Ozonbelastung kann für etwa 10 bis 15 Prozent der Menschen zur Gefahr werden: Das Gas führt bei ihnen zu Schleimhautreizungen und Lungenproblemen. «Die häufigsten Symptome sind Augenbrennen, Kratzen im Hals und Schmerzen beim Atmen», erklärt Facharzt Otto Brändli, Präsident der Zürcher Lungenliga. Im schlimmsten Fall kommt es zum Tod: Im Jahrhundertsommer 2003 starben rund 150 Personen frühzeitig wegen dem Ozon. Brändli rät deshalb: «Ausdauersport sollte tagsüber vermieden werden – dazu zählen Joggen, Velotouren, aber auch Fussball.»

Besonders gefährdet sind neben älteren Leuten und solchen mit Lungenproblemen Kleinkinder unter fünf Jahren. «Sie sollten am besten von 12 bis 17 Uhr im Haus bleiben», so Brändli. Peter Strähl vom Bundesamt für Umwelt rät, dabei auch die Fenster zu schliessen. «Man könnte mit den Kindern aber auch in den dichten Wald gehen. Dort ist die Ozonbelastung ebenfalls tiefer.» (hal/20 Minuten)

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