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Kot in der DuscheAmateur-Kicker feiern Ekel-Saisonabschluss

Nach ihrem Saisonabschlussfeier fuhren Ex-Spieler und ein Trainer des DJK TuS Hordel Autorennen auf dem Kunstrasen. Aber das war noch nicht alles.

von
Marieke Reimann
Ehemalige Spieler und ein Mitglied des vormaligen Trainerteams des DJK TuS Hordel lieferten sich nach der Saisonabschluss-Party offenbar ein Autorennen auf dessen Kunstrasenplatz.

Ehemalige Spieler und ein Mitglied des vormaligen Trainerteams des DJK TuS Hordel lieferten sich nach der Saisonabschluss-Party offenbar ein Autorennen auf dessen Kunstrasenplatz.

«Inmitten einer städtischen Idylle liegt ein Sportverein, mit einer der schönsten Sportanlagen in NRW», schreibt der DJK TuS Hordel auf seiner Webseite – idyllisch ist seit Sonntag wohl gar nichts mehr beim Bochumer Westfalenligisten.

Nach dem letzten Spieltag der Westfalenliga II lud der Amateur-Verein zu einer Saisonabschlussfeier. Wie in dem Faceboook-Post vorweggenommen, floss dabei tatsächlich «das ein oder andere Abschiedsbier».

Nachdem der Vorstand sich von der Feier verabschiedet hatte, so schildert es Jugendleiter Ingo Michels in einem Beitrag von «RevierSport», haben Spieler und ein Mitglied des Trainerstabs weitergetagt. Und dabei scheinbar mächtig übertrieben: «Ich habe einen Anruf vom Platzwart bekommen mit der Aussage, dass jemand die Duschen vollgeschissen und unsere großen Müllcontainer auf die Straße geschoben haben soll», erzählt Michels einen Tag danach.

Rasen-Rennen im Vollrausch

Scheinbar fuhren die Feierwütigen auch noch Autorennen auf dem Kunstrasenplatz des Vereins: «Der Platz hatte überall verbrannte Stellen und Radspuren. Die müssen durch durchgedrehte Räder, Driften und Vollbremsungen mit einem PKW entstanden sein», erzählt der Jugendleiter.

TuS Hordel hat die Namen aller Beteiligten - ein ehemaliger Trainer sowie drei Spieler, die den Verein zur kommenden Saison verlassen - der Stadt Bochum gemeldet. Die ist Eigentürmer des Kunstrasenplatzes und schätzt gerade die Höhe der Sachbeschädigungen ein. «Wie teuer die Behebung der Schäden sein wird und ob die Stadt Strafanzeige stellt, ist noch nicht klar», sagt der Vereinsvorsitzende Hermann Päuser. Fest steht allerdings eins: «Die Beteiligten haben scheinbar ordentlich gefeiert.»

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