eBook-Reader: Amazon präsentiert Kindle 2
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eBook-ReaderAmazon präsentiert Kindle 2

Die zweite Generation des Lesegeräts soll elektronischen Büchern endgültig zum Durchbruch verhelfen - vorerst aber nur in den USA.

Autor Stephen King und Amazon-Boss Jeff Bezos haben gestern Abend in New York die zweite Generation des eBook-Readers Kindle vorgestellt. Das Gerät bringt etwa 280 Gramm auf die Waage und bietet einen Speicher von zwei Gigabyte, für elektronische Bücher stehen davon 1,4 Gigabyte zur Verfügung. Laut Amazon soll man 1500 eBooks auf dem Kindle 2 ablegen können.

Das E-Ink-Display hat eine Auflösung von 600 x 800 Pixel und 16 Graustufen, bei der ersten Version waren es vier. Funkt das Gerät im UMTS-Netz, soll der Akku etwa vier Tage reichen, im Offline-Betrieb sollen es bis zu zwei Wochen sein. Ausserdem soll man im Vergleich zum Vorgängermodell schneller virtuell umblättern können.

Der Kindle lässt sich über USB an den Rechner anschliessen. Es kann ausser mit Amazons eigenen Formaten unter anderem auch mit MP3-, PDF, Doc- GIF-, und JPEG-Dateien umgehen. Am 24. Februar wird der Kindle 2 für umgerechnet rund 420 Franken in den US-Handel kommen. Ob und wann er hierzulande erhältlich sein wird, ist bislang nicht bekannt. Obwohl der erste Kindle 2008 auf der Frankfurter Buchmesse gezeigt wurde, ist auch dieser bislang nicht in Europa erhältlich. Amazon gab bisher nicht bekannt, wie viele Kindles abgesetzt wurden. Ein Analyst von Citigroup Investment Research schätzt, dass allein 2008 etwa 500 000 Kindles über die Ladentische gingen. Laut Amazon sind etwa 230 000 eBooks für das Gerät erhältlich.

Die Konkurrenz hat zumindest Deutschland im Visier: Sony will sein eBook-Gerät namens Reader PSR-505 Mitte März dort auf den Markt bringen. Auch Handys taugen mittlerweile als eBook-Reader. So lassen sich die elektronischen Bücher unter anderem auf Apples iPhone und dem Googles G1 lesen. Smartphones bieten allerdings im Unterschied zu Readern keine für das Lesen optimierten Displays. Diese zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass die Buchstaben wie gedruckt aussehen und damit augenschonendes Lesen möglich sein soll.

(hst)

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