Aktualisiert 12.09.2019 17:27

Online-ShoppingAmazon sperrt Kunden wegen zu vieler Retouren

Fertig mit Shoppen: Der Online-Händler Amazon sperrt Kunden, die zu viele Bestellungen zurücksenden.

von
bsc
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Der US-Onlinehändler Amazon bestraft Kunden, die zu viele Bestellungen retournieren.

Der US-Onlinehändler Amazon bestraft Kunden, die zu viele Bestellungen retournieren.

AP/Ross D. Franklin
Wer zu viel zurückschickt, dem wird das Konto gesperrt.

Wer zu viel zurückschickt, dem wird das Konto gesperrt.

ina Fassbender
Bevor es so weit ist, erhalten die Kunden aber eine Warnung.

Bevor es so weit ist, erhalten die Kunden aber eine Warnung.

AP/Lynne Sladky

Wer gern Waren kostenlos zurücksendet, muss sich bei Amazon in Acht nehmen: Der US-Onlinehändler sperrt Kunden, die zu viele Rücksendungen abschicken, wie der deutsche Konsumentenratgeber «Finanztip» berichtet.

Mit den Worten «in den letzten Monaten haben Sie eine aussergewöhnlich hohe Anzahl der bestellten Artikel wieder an uns zurückgesendet», werden Kunden zum ersten Mal gewarnt. Wer dieses E-Mail erhalten hat, sollte in nächster Zeit auf Rücksendungen verzichten.

Bis das Konto tatsächlich geschlossen wird, müssen weiterhin viele Pakete zurückgesendet werden. Dann löst Amazon die zweite Warnstufe aus: «Bleibt Ihr derzeitiges Retourenverhalten so aussergewöhnlich wie bisher, behalten wir uns das Recht vor, Ihr Amazon.de-Konto zu schliessen.»

Wer diese Warnung erhalten hat, sollte sich schnellstmöglich mit dem Kundendienst in Verbindung setzten. Ansonsten könnte das Amazon-Konto bald gesperrt sein. Diese Massnahme kommt laut Amazon aber selten zum Tragen.

Gutscheine gehen verloren

Kunden, die ihr Konto trotzdem verlieren, haben auch keinen Zugang mehr zu gewissen Partnerprogrammen. So werden Wunschzettel, andere angelegte Listen, Kundenprofil, Rezensionen, Diskussionsbeiträge und Kundenbilder gelöscht. Geschenkgutscheine, die im Kundenkonto hinterlegt wurden, werden nicht erstattet.

Bereits gekaufte Audible.de-Hörbücher können ebenfalls nicht mehr heruntergeladen werden. Kindle-Leser können hingegen weiter über das Internet auf ihre Bücher zugreifen. Bereits erworbene MP3-Inhalte des Amazon Cloud Player bleiben auch erhalten.

Strafpunkte fürs Telefonieren

Auch Anrufe scheint Amazon nicht gern zu haben: Laut dem Erfahrungsbericht eines Mitarbeiters von «Finanztip», wurde dieser verwarnt, nachdem er mehrfach den Kundendienst angerufen hatte. Es scheint, als ob Kunden, die häufig bei Amazon anrufen, eine Art Strafpunkte sammeln.

Harscher als Amazon reagierte jüngst die Onlineplattform Wish. Diese sperrte Kundenkonten ohne Vorwarnung. Ebenso sollten Kunden von Home Depot, Victoria's Secret und anderen Einzelhändlern vorsichtig sein: Auch sie verfolgen Kunden, die zu viele Bestellungen zurückgeben.

Online-Shops wie Zalando und Otto reagieren hingegen gelassener. Wer bei ihnen zu viele Bestellungen zurücksendet, wird nicht gesperrt. Zalando schliesst Konten nur auf Wunsch der Kunden oder falls es zu Betrugsfällen kommt.

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