«Nicht als Erste»: Amber Heard gibt zu, Johnny Depp geschlagen zu haben
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«Nicht als Erste»Amber Heard gibt zu, Johnny Depp geschlagen zu haben

Während dem Prozess kommen immer mehr Details aus dem Eheleben des Schauspielpaares ans Licht. Darunter auch, dass die 36-Jährige gegenüber ihrem Ex handgreiflich wurde.

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Im Verleumdungsprozess gegen Johnny Depp gibt Amber Heard zu, ihren Ex geschlagen zu haben. Sie bestreitet aber, «die Erste» gewesen zu sein.

Im Verleumdungsprozess gegen Johnny Depp gibt Amber Heard zu, ihren Ex geschlagen zu haben. Sie bestreitet aber, «die Erste» gewesen zu sein.

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Doch weiter im Prozess wurde den Geschworenen eine Tonaufnahme vorgespielt. Darauf räumte Heard ein, dass sie einmal einen körperlichen Streit mit Depp begonnen habe.

Doch weiter im Prozess wurde den Geschworenen eine Tonaufnahme vorgespielt. Darauf räumte Heard ein, dass sie einmal einen körperlichen Streit mit Depp begonnen habe.

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Zudem wurde der Vorfall erneut besprochen, bei dem Depp seine Ex mit einer Flasche vergewaltigt haben soll. Vor den Anwälten des Schauspielers musste Heard sich unter anderem dafür rechtfertigen, warum sie nach einer angeblichen Vergewaltigung keinen Arzt konsultiert hatte.

Zudem wurde der Vorfall erneut besprochen, bei dem Depp seine Ex mit einer Flasche vergewaltigt haben soll. Vor den Anwälten des Schauspielers musste Heard sich unter anderem dafür rechtfertigen, warum sie nach einer angeblichen Vergewaltigung keinen Arzt konsultiert hatte.

AFP

Darum gehts

An ihrem letzten Tag im Zeugenstand hat Schauspielerin Amber Heard (36) ihr gewalttätiges Verhalten gegenüber ihrem früheren Ehemann Johnny Depp (58) gewissermassen zugegeben. Im Kreuzverhör mit seinen Anwälten bestritt sie am Dienstag aber, jemals «die Erste» gewesen zu sein, die zugeschlagen habe. «Ich musste viele Male meinen Körper einsetzen, um mich zu verteidigen, und dazu gehörte auch, zu schlagen, wo ich konnte, wenn ich dadurch fliehen konnte», erklärte sie.

Heard hatte im Prozess bereits geschildert, dass Depp sich in ein «Monster» verwandle, wenn er Alkohol und Drogen nehme. In dem Verhör musste Heard sich unter anderem dafür rechtfertigen, warum sie nach einer angeblichen Vergewaltigung durch Depp mit einer Flasche keinen Arzt konsultiert hatte. Bei dem Vorfall soll sich der Schauspieler seiner Ex-Frau zufolge die Fingerkuppe abgeschnitten haben, als er ein Telefon zertrümmerte. Depps Anwälte zogen diese Version jedoch in Zweifel. Der «Fluch der Karibik»-Star behauptet, Herd habe ihm die Fingerkuppe mit der besagten Flasche abgeschnitten.

Hat Amber Herd doch als Erste zugeschlagen?

In einer Tonaufnahme, die den Geschworenen vorgespielt wurde, räumte Heard ein, dass sie einmal einen körperlichen Streit mit Depp begonnen habe. Sie bestand aber darauf, dass sie ihn nicht «geschlagen» habe. «Dir geht es gut. Ich habe dich nicht verletzt», sagte sie in der Aufnahme. «Du bist so ein Baby.»

Heard wurde von Depps juristischem Team auch zu einem Bericht befragt, wonach sie ihre damalige Freundin Tasya van Ree im Jahr 2009 auf einem Flughafen angegriffen haben soll. Heard bestritt dies und sagte, die Anschuldigung sei Teil einer «Verleumdungskampagne» von Depps Seite.

Mit der Vernehmung vom Dienstag endete die mehrtägige Aussage Heards. Zuvor hatte bereits ihr Ex-Mann vier Tage im Zeugenstand Rede und Antwort gestanden. Er hatte dabei bestritten, jemals handgreiflich gegenüber Heard gewesen zu sein. Die Schlussplädoyers wurden von Richterin Penney Azcarate auf den 27. Mai angesetzt. Dann entscheiden die Geschworenen.

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Polizei nach Kanton

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche

Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein

Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Alter ohne Gewalt, Tel. 0848 00 13 13

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Beratungsstellen für gewaltausübende Personen

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(RAT, AFP)

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