Aktualisiert 23.01.2015 22:14

NLA

Ambri verprügelt und besiegt Bern

Ambri schlägt den SCB zu Hause in der Valascia 5:4. Für Furore sorgt nebst den Toren auch eine wüste Schlägerei zwischen Ambris Duca und Berns Scherwey.

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kai
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Ambri Piotta gewinnt das Heimspiel gegen den Leader aus der Hauptstadt 5:4. Trotz der Niederlage bleiben die Berner mit fünf Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze der NLA.

Ambri Piotta gewinnt das Heimspiel gegen den Leader aus der Hauptstadt 5:4. Trotz der Niederlage bleiben die Berner mit fünf Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze der NLA.

Keystone/Carlo Reguzzi
Mit den gewonnenen drei Punkten überholt Ambri die Kloten Flyers und Fribourg-Gottéron. Die Leventiner belegen neu den 9. Tabellenrang.

Mit den gewonnenen drei Punkten überholt Ambri die Kloten Flyers und Fribourg-Gottéron. Die Leventiner belegen neu den 9. Tabellenrang.

Keystone/Carlo Reguzzi
Doppeltorschütze Alexandre Giroux schiesst Ambri in der 54. Minute zum Heimsieg.

Doppeltorschütze Alexandre Giroux schiesst Ambri in der 54. Minute zum Heimsieg.

Keystone/Carlo Reguzzi

Vor zwei Wochen hatte der SCB im letzten Aufeinandertreffen dank einem Treffer von Gardner in der letzten Sekunde mit 4:3 gewonnen. In der Revanche siegte Ambri gegen den Leader nicht minder spektakulär. Mit einem Buebetrickli sechseinhalb Minuten vor dem Ende entschied Giroux die Partie. Davor hatte der PostFinance-Topskorer der Leventiner bereits den 3:3-Ausgleich (41.) erzielt.

Dank ihrem erst dritten Heimsieg nach der regulären Spielzeit in dieser Saison dürfen die Tessiner weiterhin von den Playoffs träumen. Ambri überholte zumindest vorübergehend die Kloten Flyers und Fribourg-Gottéron, ist damit neu im 9. Rang klassiert und liegt zehn Runden vor dem Ende der Qualifikation noch sieben Punkte hinter dem achtklassierten Biel. Gegen die Bieler hatte Ambri in der Runde davor in einem ebenfalls torreichen Spiel 6:4 gewonnen.

Turbulenzen in jeder Hinsicht

Ambri und Bern liessen die Zuschauer phasenweise kaum durchatmen. Auf das 1:0 von Berns Moser (11.), der wie Giroux doppelt traf, folgte nur 26 Sekunden danach der Ausgleich durch Stucki. In der 34. Minute drehte Bern die Partie mit zwei Toren innerhalb von nur 34 Sekunden. Und zu Beginn des Schlussabschnitts brachte Plüss die Berner nach einem Fehlgriff von Ambri-Keeper Flückiger erneut in Führung (mit 4:3) – nur sieben Sekunden (!) nach dem 3:3. Dank den Treffern von Steiner (45.) und Giroux gewann am Ende aber dennoch Ambri.

In die turbulente Partie passte auch der heftige Faustkampf zwischen Ambris Duca und Berns Scherwey kurz nach dem zweiten Treffer der Leventiner (30.). Duca «siegte» zur Freude des Publikums nach Punkten, Scherwey verliess das Eis mit einem blutüberströmten Kopf. Beide wurden nach der Prügelei mit einer Spieldauer-Disziplinarstrafe belegt.

Problemloser Sieg der Zuger

Beim 3:0 gegen die inferioren Rapperswil-Jona Lakers feierten die Zuger ohne grössere Probleme den neunten Sieg aus den letzten elf Partien. Zur auch rechnerisch feststehenden Playoff-Qualifikation fehlt noch ein Punkt.

Zug hatte die Partie vor über 6000 Zuschauern jederzeit im Griff und erzielte in jedem Drittel einen Treffer. Suri brachte den EVZ in der 16. Minute mit seinem 100. NLA-Tor in Führung, Bürgler (25.) und im Powerplay Martschini (45.), der beste Zuger Torschütze in dieser Saison, erhöhten zum Schlussresultat. Der schwedische Verteidiger Sondell, der zuletzt vier Partien verletzt gefehlt hatte, steuerte zwei Assists zum ungefährdeten Sieg bei. Torhüter Stephan feierte seinen fünften Shutout in dieser Saison.

Chancenlose Lakers

Anders als im letzten Direktduell, das sie mit 4:3 nach Penaltyschiessen gewonnen hatten, besassen die Lakers dieses Mal keine Chance. Während sich das Tabellenschlusslicht seit Wochen auf den Abstiegskampf vorbereiten kann, kommen die Zuger immer besser in Fahrt. In der Rangliste liegen die Innerschweizer (mit einem absolvierten Spiel mehr) nur noch drei Punkte hinter dem Tabellendritten Davos.

Aufregung herrschte in Zug an diesem Abend nur auf einem Nebenschauplatz: Linienrichter Kohler verletzte sich gegen Ende des ersten Drittels und konnte nicht weitermachen. Bis zum Ende des zweiten Abschnitts standen nur drei Schiedsrichter auf dem Eis, ehe für das letzte Drittel mit Mathias Jetzer ein aufgebotener Ersatzmann das Quartett der Unparteiischen wieder vervollständigte.

Ambri-Piotta - Bern 5:4 (1:1, 1:2, 3:1)

4786 Zuschauer. - SR Massy/Wehrli, Borga/Bürgi.

Tore: 11. (20:35) Moser (Bertschy) 0:1. 12. (11:01) Stucki (Bianchi, Gautschi) 1:1. 30. Lauper (Ausschluss Dostoinow!) 2:1. 34. (33:02) Bertschy (Joensuu, Blum) 2:2. 34. (33:36) Moser (Gardner, Rüfenacht) 2:3. 41. (40:38) Giroux (Fuchs) 3:3. 41. (40:45) Plüss (Pascal Berger, Alain Berger) 3:4. 45. Steiner (Chavaillaz/Ausschluss Randegger) 4:4. 54. Giroux (Pestoni) 5:4. Strafen: 2mal 2 plus 5 Minuten (Duca) plus Spieldauer (Duca) gegen Ambri-Piotta, 6mal 2 plus 5 Minuten (Scherwey) plus Spieldauer (Scherwey) gegen Bern.

PostFinance-Topskorer: Giroux; Plüss.

Ambri-Piotta: Flückiger; Gautschi, Kobach; Birbaum, Bouillon; Trunz, Sidler; O'Byrne, Chavaillaz; Steiner, Hall, Lauper; Pestoni, Fuchs, Giroux; Duca, Dostoinow, Lhotak; Stucki, Lüthi, Bianchi.

Bern: Bührer; Jobin, Furrer; Gerber, Blum; Krueger, Gragnani; Kreis, Randegger; Alain Berger, Plüss, Pascal Berger; Joensuu, Ritchie, Bertschy; Scherwey, Gardner, Moser; Cloutier, Reichert, Rüfenacht.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Grieder, Aucoin, Grassi, Schlagenhauf (alle verletzt) und Masalskis (überzähliger Ausländer), Bern ohne Holloway, Schaefer, Kobasew, Dufner (alle verletzt) und Loichat (überzählig). Timeouts Ambri-Piotta (33:36) und Bern (59:32). Bern ab 59:12 ohne Torhüter.

Zug - Rapperswil-Jona Lakers 3:0 (1:0, 1:0, 1:0)

6074 Zuschauer. - SR Prugger/Vinnerborg, Espinoza/Kohler (18. verletzt ausgefallen; ab 41. Jetzer).

Tore: 16. Suri (Sondell, Dünner) 1:0. 25. Bürgler 2:0. 45. Martschini (Sondell, Christen/Ausschluss Pedretti) 3:0.

Strafen: je 3mal 2 Minuten.

PostFinance-Topskorer: Bouchard; Danielsson.

Zug: Stephan; Schlumpf, Blaser; Ramholt, Grossmann; Erni, Alatalo; Sondell, Stämpfli; Bürgler, Sutter, Schnyder; Martschini, Dünner, Suri; Zangger, Earl, Bouchard; Christen, Diem.

Rapperswil-Jona Lakers: Punnenovs; Profico, Fransson; Hächler, Sven Berger; Geyer, Sataric; Weisskopf, Grigioni; Frei, Persson, Schommer; Danielsson, Johansson, Sieber; Nils Berger, Hürlimann, Rizzello; Pedretti, Heitzmann, Thibaudeau.

Bemerkungen: Zug ohne Herzog (gesperrt), Holden, Lammer, Simon Lüthi (alle verletzt) und Morant (krank), Rapperswil-Jona Lakers ohne Obrist, Schmutz, Murray, Valentin Lüthi, Neukom, Friedli (alle verletzt) und Walser (überzähliger Ausländer). Pfostenschüsse Schnyder (5.) und Rizzello (58.).

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