Hipstermarke: American Apparel steht vor dem Konkurs

Aktualisiert

HipstermarkeAmerican Apparel steht vor dem Konkurs

Trotz Absetzung des Skandal-CEO Dov Charney kann sich American Apparel wirtschaftlich nicht erholen. Das Modelabel gibt zu, fast Pleite zu sein.

von
kwo

Es sieht nicht gut aus für das Modelabel American Apparel. Wie die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» berichtet, hat das Unternehmen zugegeben, ums Überleben zu kämpfen. So sagte ein Sprecher der Firma: «Wir glauben, dass wir womöglich nicht die notwendige Liquidität haben werden, um den Betrieb für die nächsten zwölf Monate aufrechtzuerhalten.»

Nun ist offziell klar: Die Firma befindet sich finanziell in einer desaströsen Lage. Im zweiten Quartal 2015 musste sie einen Umsatzrückgang von 17 Prozent auf 134 Millionen Dollar hinnehmen. Der Nettoverlust betrug 19,4 Millionen Dollar. Ausserdem musste das Label in letzter Zeit eine Reihe von Filialen schliessen. Noch gibt es 237 Geschäfte auf der ganzen Welt. In der Schweizer Metropole Zürich sind es deren zwei.

Ex-CEO fordert Schadenersatz

Gegründet wurde American Apparel im Jahr 1989 von Dov Charney im kanadischen Montreal. Letztes Jahr wurde Charney allerdings aus dem Verwaltungsrat der Kleiderkette entlassen. Der Grund: Er war mit sehr negativem Verhalten aufgefallen. So wurde er der sexuellen Belästigung von Mitarbeiterinnen beschuldigt, zum Beispiel, weil er nackt vor ihnen getanzt hatte. Die CEO-Position hat heute Paula Schneider inne. Charney fordert allerdings Schadenersatz vom Unternehmen, da er seine Absetzung nicht hinnehmen will.

Deine Meinung