Entscheidung gefallen: Amerika wählt ersten schwarzen Präsidenten
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Entscheidung gefallenAmerika wählt ersten schwarzen Präsidenten

Der Demokrat Barack Obama wird der erste schwarze Präsident der USA. Der 47-jährige Senator aus Illinois setzte sich deutlich gegen den Republikaner John McCain durch.

Obama konnte nach vorläufigen Angaben 349 Wahlmännerstimmen auf sich vereinen, McCain bloss 160. Für den Sieg sind 270 Wahlmänner erforderlich. Den Grundstein zu seinem Triumph legte Obama mit den Siegen in den umkämpften Staaten Florida, Ohio, Pennsylvania und Virginia, die er allesamt knapp für sich entscheiden konnte. Gemäss NBC konnte er inzwischen auch in Indiana gewinnen.

Obama sicherte sich zunächst die erwarteten Siege im Nordosten, einer traditionell liberalen Region, und im Mittleren Westen. Der Senator von Illinois gewann in seinem Heimatstaat und war auch in dem heftig umkämpften Pennsylvania erfolgreich. Dort hatte McCain einen besonders intensiven Wahlkampf geführt, um die erwarteten Verluste in anderen Staaten auszugleichen.

Obama siegte auch in Ohio und Iowa, wo vor vier Jahren noch der Republikaner George W. Bush die Wahlmännersteimmen holte. Bislang konnte noch nie ein Republikaner ohne einen Sieg in Ohio die Präsidentschaftswahl gewinnen. McCain war vor allem im konservativen Süden der USA erfolgreich. Er gewann wie erwartet in Staaten wie Utah, Arkansas, Kansas, Kentucky und Tennessee. Der 72-Jährige verfolgte die Auszählung in seinem Heimatstaat Arizona.

Exit Polls: Wirtschaft ist Hauptsorge

Laut einer Wähler-Befragung nach Verlassen des Wahllokals (Exit-Poll) durch den US-amerikanischen Nachrichtensender CNN gaben 62 Prozent der Befragten an, die Wirtschaft sei das Top-Thema für ihre Wahl-Entscheidung gewesen. 10 Prozent nannten den Konflikt im Irak als wichtigstes Anliegen, 9 Prozent gaben Terrorismus an und 9 Prozent die Gesundheitsversorgung in den USA.

Überraschenderweise sagten von denen, die den Irak-Krieg als wichtigstes Thema nannten, nur 36 Prozent, sie hätten den Republikaner John McCain gewählt. Dies, obschon er seine Kampagne stark auf das Argument ausgerichtet hatte, er sei der bessere «commander in chief», der Oberbefehlshaber der amerikanischen Streitkräfte. Für die, die Terrorismusbekämpfung für zentral halten, war McCain hingegen klar die bessere Wahl: 86 Prozent von ihnen wählten laut CNN-Umfrage den Kandidaten der Republikaner.

Das meint Polit-Professor Satineau zur Wahl Obamas

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Jubelnde Fans im Hotel Richmond, Genf

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(Videos: Didier Bender, 20 Minutes Online)

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(Quelle: CNN/AP/SDA)

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