Iran: Amerikanerin besucht Ahmadinedschad

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IranAmerikanerin besucht Ahmadinedschad

Freigelassene Amerikanerin trifft ihren ärgsten Feind: Eineinhalb Wochen nach ihrer Freilassung aus einem iranischen Gefängnis ist die Amerikanerin Sarah Shourd mit dem iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad zusammengetroffen.

Sarah Shourd will ihre im Iran gefangenen Freunde befreien.

Sarah Shourd will ihre im Iran gefangenen Freunde befreien.

Die kürzlich vom Iran freigelassene US-Bürgerin Sarah Shourd ist am Freitag in New York mit dem iranischen Staatschef Mahmud Ahmadinedschad zusammengekommen. Bei dem Treffen habe sie sich für die Freilassung ihrer beiden noch vom Iran festgehaltenen Freunde Shane Bauer und Josh Fattal eingesetzt, teilte Shourd der Nachrichtenagentur AFP mit.

Die 32-Jährige bezeichnete das Treffen mit Ahmadinedschad als «gut». Demnach nahm auch ihre Mutter Nora daran teil. Der iranische Präsident befand sich anlässlich der UNO-Vollversammlung in New York.

Shourd war in der vergangenen Woche nach mehr als einem Jahr freigelassen worden. Ihre Landsleute Bauer und Fattal blieben jedoch in Haft.

Die drei US-Bürger waren am 31. Juli 2009 von iranischen Truppen nahe der Grenze zum Irak aufgegriffen worden. Die Gruppe erklärte, während einer Wanderung versehentlich die Grenze überquert zu haben. Die iranischen Behörden werfen ihnen illegalen Grenzübertritt und Spionage vor. Die USA haben den Spionagevorwurf stets zurückgewiesen.

Ahmadinedschad hatte am Mittwoch dem US-Sender CNN gesagt, dass auch eine Chance auf die Freilassung von Bauer und Fattal bestehe. Dies müsse allerdings die iranische Justiz entscheiden. (sda)

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