Aktualisiert 18.06.2019 08:34

Klimafreundliche Armee

Amherd will Kasernen mit Solarzellen ausrüsten

Verteidigungsministerin Viola Amherd will das VBS zum Öko-Vorzeigedepartement machen. Bis 2025 soll der CO2-Ausstoss um 30 Prozent reduziert werden.

von
bee
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Bundesrätin Amherd will das VBS zu einem umweltfreundlicheren Departement machen. (Viola Amherd spricht am 23. Januar 2019 mit den Truppen der Schweizer Armee im WEF-Einsatz.)

Bundesrätin Amherd will das VBS zu einem umweltfreundlicheren Departement machen. (Viola Amherd spricht am 23. Januar 2019 mit den Truppen der Schweizer Armee im WEF-Einsatz.)

Keystone/Ennio Leanza/Archivbild
«Das Verteidigungsdepartement soll ein Vorbilddepartement werden bei der Energieeffizienz, beim Natur- und Umweltschutz», so die VBS-Chefin

«Das Verteidigungsdepartement soll ein Vorbilddepartement werden bei der Energieeffizienz, beim Natur- und Umweltschutz», so die VBS-Chefin

Keystone/Ennio Leanza/Archivbild
Amherd will den CO2-Ausstoss ihres Departements bis 2025 um 30 Prozent reduzieren.

Amherd will den CO2-Ausstoss ihres Departements bis 2025 um 30 Prozent reduzieren.

Keystone/Peter Schneider/Archivbild

Die Schweizer Armee soll klimafreundlicher werden. Verteidigungsministerin Viola Amherd will den CO2-Ausstoss ihres Departements bis 2025 um 30 Prozent reduzieren und Kasernen und Gebäude künftig systematisch mit Solarzellen bestücken.

«Das Verteidigungsdepartement soll ein Vorbilddepartement werden bei der Energieeffizienz, beim Natur- und Umweltschutz», erklärte Amherd in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag». Das Eidgenössische Verteidigungsdepartement (VBS) als grösster Immobilienbesitzer der Schweiz und als Eigentümer von 30'000 militärisch immatrikulierten Fahrzeugen habe einen guten Hebel, die Armee klimafreundlicher zu gestalten.

Neben der systematischen Ausstattung der Gebäude mit Solarzellen sei ihr Ziel, dass für die Zivilfahrzeuge der Armee die sparsamste Energieeffizienz-Kategorie A Standard wird. Seit 2001 habe das VBS den CO2-Ausstoss um 20 Prozent reduziert. Bis 2025 sollen es weitere 30 Prozent weniger sein.

«Ein traurig tiefer Wert»

Angesprochen auf die Vorbildfunktion der Armee in Sachen Frauenförderung unter dem Eindruck des Frauenstreiks vom Freitag sagte Amherd, die Frauenquote von 0,7 Prozent sei «ein traurig tiefer Wert». Die Einführung der Wehrpflicht für Frauen habe für sie trotzdem nicht oberste Priorität. «Das wäre meines Erachtens verfrüht.» Zuerst müsse die Gleichstellung in der Gesellschaft erreicht sein.

Derzeit ist eine von Amherd eingesetzte Findungskommission daran, die Nachfolge des auf Ende Jahr abtretenden Armeechefs Philippe Rebord vorzubereiten. «Ich wünsche mir, dass sie mindestens eine Frau für die engere Auswahl finden wird», hofft die Verteidigungsministerin. (bee/sda)

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