Blick nach vorne: Ammann lässt Schuh-Diskussion kalt

Aktualisiert

Blick nach vorneAmmann lässt Schuh-Diskussion kalt

Simon Ammann hat die Vierschanzentournee abgehakt. Trotzdem freut er sich auf die kommenden Springen in Innsbruck und Bischofshofen. Von Wunderschuhen will er dabei nichts wissen.

Simon Ammann hat seinen Nuller am Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen mental abgehakt. «Ich freue mich, dass ich rasch wieder eine Chance erhalte», sagte er mit Blick auf das Springen in Innsbruck vom Freitag.

Der vierfache Olympiasieger wirkte am Tag nach seinem 42. Rang gefasst, sein Selbstvertrauen schien keinen Schaden genommen zu haben. Der Sprung wäre durchaus finaltauglich gewesen, doch der Rückenwind blies ihn aus den Top 30 und auch vom möglichen Podestplatz in der Tourneewertung. «Ich konnte diese Geschichte relativ schnell abschliessen», sagte Ammann. Die Vierschanzentournee als Gesamtgebilde rückt für ihn nun in den Hintergrund. Er betrachtet Innsbruck und Bischofshofen als zwei Weltcup-Springen, in denen er schnell wieder die Chance erhält, das Stärkeverhältnis ins richtige Licht zu rücken.

Anzüge machen Grat des Erfolges schmal

Mit den neuen, engen Anzügen ist der Grat des Erfolges im Skispringen schmaler geworden. Nur wer eine perfekte Leistung abruft, schafft es in die Spitze. Die Fehler beim Absprung lassen sich wegen der geringeren Tragfläche kaum mehr korrigieren. Dies verdeutlichen unter anderen die Resultate des Toggenburgers. Dem Ausscheiden in Engelberg und Garmisch-Partenkirchen stehen der Podestplatz in Kuusamo (Fi) sowie drei weitere Top-Ten-Klassierungen gegenüber. Gleichwohl sind seine Klassierungen ein Indiz dafür, dass dem Schweizer auch im Training die Konstanz an qualitativ starken Sprüngen abgeht. Auf der Basis von mässigen Flügen wird es schwieriger, für den Wettkampf die richtigen Schlüsse zu ziehen. Auch Ammann gesteht: «Wenn diese Ruhe und Selbstverständlichkeit nicht kommt, ist man dauernd am pushen.»

Die Polemik um die Schuhe der Norweger lässt Ammann kalt: «Ich wehre mich gegen den Gedanken, dass dies 5 Meter bringen soll». Ammann sieht sich derzeit nicht in einen Materialkampf involviert. «Man darf sich von solchen Sachen nicht verrückt machen lassen», fügte er hinzu. (si)

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