Aktualisiert 21.12.2007 17:14

Ammann leidet an einem «Jumpers knee»

Simon Ammann leidet seit einigen Monaten an einem sogenannten «Springerknie». Diese Tatsache machte der Weltmeister vor den Weltcup-Springen in Engelberg publik und gab zugleich Entwarnung: «Im Wettkampf kann ich weiterhin 100 Prozent geben.»

Das Springerknie entsteht durch Überbelastung beim Ansatz der Patellasehne an der Unterschenkel-Vorderseite. Ammann zeigte im kleinen Kreis seinen Auswuchs unterhalb der linken Kniescheibe und fügte an: «Ich wollte es zu Saisonbeginn nicht öffentlich machen, weil sich sonst das Interesse nur auf mein Knie fixiert hätte. Das wäre für meine Konzentration aufs Springen hinderlich gewesen.»

Die Kniescheibensehne ist beim Springen besonders hohen Belastungen ausgesetzt, weil es zu einer starken und ruckartigen Zugbeanspruchung der Sehne kommt. Zugezogen hat sich der Toggenburger die Beschwerden beim Krafttraining in der Saisonvorbereitung: «Ich war wohl zu euphorisch und habe zu schwere Gewichte aufgelegt.»

Ammann betreibt nun eine Gratwanderung. Rein medizinisch wäre eine mehrwöchige Sportabstinenz das Sinnvollste, da die Gefahr einer dauerhaften, schmerzhaften Entzündung besteht. Andererseits will er die recht kurze Saison wegen vergleichsweise geringfügiger Beschwerden nicht unterbrechen. «Mit gutem Aufwärmem und angepasstem Training habe die Angelegenheit gut im Griff und auch meine Kraftwerte stimmen», betonte der 26-Jährige und beteuerte, dass er die Wettkämpfe ohne schmerzstillende Medikamente bestreitet.

(si)

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