Aktualisiert 08.02.2018 10:10

Windlotterie?Ammann rechnet mit Springen für «Hasardeure»

Den nötigen Schub für Olympia hat sich Simon Ammann geholt. Aber wie weit trägt er ihn?

von
A. Stäuble, Pyeongchang
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In Japan hat er Kraft getankt, nun ist Simon Ammann – hier im Olympischen Dorf – bereit für den Saisonhöhepunkt in Südkorea.

In Japan hat er Kraft getankt, nun ist Simon Ammann – hier im Olympischen Dorf – bereit für den Saisonhöhepunkt in Südkorea.

Keystone/Gian Ehrenzeller
Der Auftakt ist dem 36-Jährigen geglückt. Im ersten Training zum Springen von der Normalschanze (Samstag) belegte er die Ränge 7 und 10.

Der Auftakt ist dem 36-Jährigen geglückt. Im ersten Training zum Springen von der Normalschanze (Samstag) belegte er die Ränge 7 und 10.

Getty Images/Alexander Hassenstein
Ammann ist bereits zum sechsten Mal an Winterspielen dabei. 2014 in Sotschi war er Fahnenträger.

Ammann ist bereits zum sechsten Mal an Winterspielen dabei. 2014 in Sotschi war er Fahnenträger.

Keystone/Peter Klaunzer

Sein urplötzlicher Doppel-Triumph 2002 in Salt Lake City bleibt unvergessen. Als Simon Ammann dasselbe Kunststück acht Jahre später in Vancouver mit Olympia-Gold von der Normal- und der Grossschanze wiederholte, erlangte der damals 28-Jährige Heldenstatus. Heuer nimmt der erfolgreichste Schweizer Winter-Olympionike seine sechsten Spiele in Angriff.

Ammann sieht darin nichts Besonderes. Mehr noch: «Für mich ist diese Zahl absolut unbedeutend.» Die wesentlich grössere Bedeutung misst der Toggenburger der Bilanz der letzten Wochen bei. Es sei hinlänglich bekannt, wie seine Saison verlaufen sei. «Klar hätte ich auch gerne erste Plätze darunter», liess er wissen. Nun sind es vor allem ein dritter und ein fünfter Platz, die ihm Schub für die Mission Südkorea verleihen.

Formkurve zeigt nach oben

«Der Januar hat gutgetan, aber es ist kein Versprechen. Wir werden erst am Samstagabend sehr spät wissen, wohin das gehen kann. Ich bin selber gespannt.» Die ersten Versuche lassen hoffen: Ammann belegte in den Trainings am Mittwoch die Plätze 7 und 10. Am Donnerstag steigt die Qualifikation für das Springen vom Samstag.

Ronny Hornschuh, seit Frühling 2016 Trainer der Schweizer Skispringer, sprach von einer Formkurve, die deutlich nach oben zeige, und davon, dass vieles drinliege, wenn alles zusammenpasse. Alles: Im Skispringen ist das ein teils unberechenbarer Mix aus Athlet, Wind und dem Urteil der Punktrichter. Am Samstag könnte dem Wind eine grössere Bedeutung beikommen, als den Athleten lieb sein kann: «Es wird etwas für Hasardeure», prophezeite Ammann.

«Gold wäre ein riesiges Highlight»

Die Schweizer Medaillenhoffnung ist bereit: Beat Feuz spricht über die Olympia-Abfahrt. (Video: 20 Minuten)

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