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SkispringenAmmann stürzt nach Bombensprung

Simon Ammann hat sich beim Sommer-GP in Almaty nach einem Top-Sprung mit einem Sturz um den Sieg gebracht. Auch Gregor Aschwanden stürzte im zweiten Durchgang und stand am Ende mit leeren Händen da.

Simon Ammann stürzt beim Sommer-GP in Kasachstan und bringt sich so um den Sieg.

Simon Ammann stürzt beim Sommer-GP in Kasachstan und bringt sich so um den Sieg.

Simon Ammann und Gregor Deschwanden vergaben am Sonntag beim Sommer-Grand-Prix in Almaty (Kas) durch Stürze den Sieg und einen weiteren Podestplatz. Die beiden Schweizer blieben unverletzt, das Springen wurde nach einem Durchgang gewertet.

«Das war eine Bombe», schwärmte der Schweizer Trainer Martin Künzle vom Sprung des vierfachen Olympiasiegers. «Wenn er durchgezogen hätte, wäre er auf 150 m geflogen.» Doch Routinier Ammann sah das Unheil kommen, das sich nach einem perfekten Absprung und dem Flug in die Aufwinde anbahnte. Der Toggenburger nahm bereits nach 70 m erstmals die Arme raus. Durch den Bremsvorgang plumpste er in steiler Flugkurve auf die Hillsize von 140 m und hatte kaum eine Chance, den Flug zu stehen.

Bei windigen Verhältnissen erwischte auch Deschwanden Auftrieb und flog auf 133,5 m. «Er hätte den Sprung stehen können, wenn er mit etwas mehr Vorlage zur Landung angesetzt hätte», sagte Künzle. So standen die Schweizer letztlich trotz der zwei weitesten Flüge des Tages mit leeren Händen da und mussten sich mit den Rängen 18 und 33 begnügen. Der sturzfreie Marco Grigoli belegte den 40. Platz.

Am Samstag hatte es resultatmässig besser ausgesehen. Mit den Rängen 6 (Ammann), 14 (Deschwanden) und 15 (Grigoli) kam eine tolle Teamleistung zustande. Als Tagessieger liessen sich Juri Tepes (Sln) am Samstag und tags darauf Taku Takeuchi (Jap) feieren. In der Overall-Wertung des Sommer-Grand-Prix belegt Ammann vor den abschliessenden Wettkämpfen in Hinzenbach (Ö/30. September) und Klingenthal (De/3. Oktober) Rang 3.

«Der Trip nach Kasachstan hat sich gelohnt», sagte Künzle. Die Schweizer waren bereits am Dienstag nach Almaty gereist und trainierten unter idealen Bedingungen auf der neuen Schanze in der kasachischen Metropole. Vom Neubau, bei dem keine Kosten gescheut wurden, zeigte sich der Trainer begeistert. Nicht alle Nationen traten die Reise in den Osten an. So fehlten beispielsweise die Österreicher. Ingesamt gingen 43 Springer an den Start.

Almaty (Kas). Skispringen. Sommer Grand Prix. Samstag: 1. Juri Tepes (Sln) 256,4 (132,5 m/132 m). 2. Anders Fannemel (No) 252,9 (134 /129). 3. Tom Hilde (No) 248,4 (134/129). 4. Reruhi Shimizu (Jap) 246,1 (130/129,5). 5. Piotr Zyla (Pol) 243 (130/130). 6. Simon Ammann (Sz) 240,7 (125,5/130). - Ferner: 14. Gregor Deschwanden (Sz) 227,3 (126,5/126). 15. Marco Grigoli (Sz) 221,3 (125,5/123,5). - Bemerkung: u.a. kein Österreicher am Start.

Stand nach 1. Durchgang: 1. Fannemel 131,3 (134). 2. Hilde 127,8 (134). 3. Tepes 127 (132,5). - Ferner: 10. Ammann 116,3 (125,5). 15. Deschwanden 113,1 (126,5). 20. Grigoli 109,3 (125,5).

Sonntag (1 Wertungsdurchgang): 1. Taku Takeuchi (Jap) 117,4 (129). 2. Tepes 115,0 (131,5). 3. Anders Bardal (No) 112,8 (131,5). 4. Tomaz Naglic (Sln) 110,9 (131,5). 5. Robert Hrgota (Sln) 109,9 (131,5). 6. Matjaz Pungertar (Sln) 107,9 (125) und Danny Queck (De) 107,9 (123). - Ferner: 18. Ammann 99,0 (140 m/Sturz). 33. Deschwanden 86,3 (133,5/Sturz). 40. Grigoli 79,4 (111).

GP-Stand (7/9): 1. Andreas Wank (De) 409. 2. Tepes 346. 3. Ammann 305. - Ferner: 25. Deschwanden 62. 44. Grigoli 29. (si)

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