Aktualisiert 27.11.2009 18:33

Teamspringen in Kuusamo

Ammann und Küttel bereits gut in Form

Die Schweizer Skispringer zeigten zum Weltcup-Auftakt in Kuusamo mit Rang 6 eine unerwartet starke Leistung und erfüllten bereits ein erstes Selektionskriterium für Vancouver 2010. Den Teamwettkampf gewannen die favorisierten Österreicher.

Bereits die Teilnahme am Finaldurchgang der acht besten Mannschaften hatte das Team von Martin Künzle Simon Ammann zu verdanken. Der Toggenburger zeigte mit 144,5 Metern einen Traumflug, der die Schweiz noch 2,4 Punkte vor Slowenien und Tschechien auf den achten Rang hievte. Und im Finalumgang legte der Schweizer noch einmal nach. Mit 145,5 m flog er bis auf 1,5 m an an den Schanzenrekord heran. Kein Zweifel: Ammann ist im Hinblick auf den Gesamtweltcup ein ganz heisser Kandidat.

Da sich auch Andreas Küttel nach 123,5 auf 134,5 Meter steigerte und die Nachwuchskräfte Pascal Egloff und Rémi Français weniger abfielen als erwartet, resultierte Rang 6. Im Hinblick auf die angestrebte Olympiaqualifikation bringt Rang 6 sehr viel. Die Hälfte des geforderten Leistungsausweises ist damit erbracht. Die endgültige Qualifikation über die Einzelresultate sollte Formsache sein.

Schmitt vergibt Sieg für Deutschland

Martin Schmitt vergab als letzter Springer mit 123 m den möglichen Sieg für Deutschland. Die hochfavorisierten Österreicher führten den Wettkampf souverän an, als ausgerechnet Überflieger Gregor Schlierenzauer vom Wind zu Boden gedrückt wurde und Deutschland die Türe öffnete. Doch das Team des ehemaligen Schweizer Trainers Werner Schuster konnte die Chance nicht nützen. Stark präsentierte sich auch Adam Malysz, der in der Qualifikation fürs Einzelspringen an schlechten Winden gescheitert war. Zu jenen Springern, die im Teamwettkampf 140 m erreichten, zählte auch Janne Ahonen.

Kuusamo (Fi). Skisprung-Weltcup. Teamspringen (Grossschanze):

1. Österreich (Wolfgang Loitzl 137,5/144,5, Andreas Kofler 134,5/129, Gregor Schlierenzauer 142,5/112, Thomas Morgenstern 130,5/139) 1113,6. 2. Deutschland (Michael Uhrmann 134/137, Michael Neumayer 132/130,5, Pascal Bodmer 138,5/135, Martin Schmitt 134/123) 1099,2. 3. Finnland (Matti Hautamäki 124/138, Kalle Keituri 122,5/124,5, Harri Olli 134,5/126, Janne Ahonen 134/140) 1058,0. 4. Russland 981,4. 5. Polen 978,7. 6. Schweiz (Andreas Küttel 123,5/134,5, Rémi Français 116,5/114, Pascal Egloff 106/113,5, Simon Ammann 144,5/145,5) 961,4. 7. Norwegen 956,9. 8. Japan 950,2.

8 Teams im Final, 14 Teams insgesamt. (si)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.