Affäre Gaddafi: Amnesty International schaltet sich ein

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Affäre GaddafiAmnesty International schaltet sich ein

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) hat sich bei den libyschen Behörden für die beiden seit fast anderthalb Jahren festgehaltenen Schweizer eingesetzt. AI hat die libyschen Behörden aufgefordert, den Aufenthaltsort der beiden festgehaltenen Schweizer bekanntzugeben.

Die Zentrale in London hat schriftlich bei den Behörden des nordafrikanischen Landes interveniert und Auskunft über den Aufenthaltsort der beiden Männer verlangt, wie AI am Montag mitteilte. Die Schweizer müssten zudem umgehend Zugang zu Anwälten und zu medizinischer Versorgung erhalten sowie Kontakt zu ihren Familienangehörigen und zur Schweizer Botschaft aufnehmen können. Falls ihnen kein strafbares Delikt vorgeworfen wird und sie nicht in einem fairen Gerichtsverfahren verurteilt worden sind, müssen die beiden Männer freigelassen werden, wie Amnesty schreibt. Diese Forderungen seien den libyschen Behörden in dem Brief klar kommuniziert worden. AI wartet nun auf eine Antwort. Danach werde die Zentrale in London darüber entscheiden, welche weiteren Schritte in diesem Fall unternommen würden. Die Zentrale der Menschenrechtsorganisation zeigte sich überzeugt, dass eine Intervention eine positive Wirkung auf den Fall haben kann. Die Freilassung von 88 Libyern im vergangenen Oktober sei ein Beispiel dafür, dass die libysche Regierung positiv auf Interventionen reagieren könne in Fällen, in denen Personen zu Unrecht festgehalten würden. (dapd)

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