Eliminierung von Kritikern: Amnesty wirft Hamas Tötungen vor
Aktualisiert

Eliminierung von KritikernAmnesty wirft Hamas Tötungen vor

Die radikalislamische Hamas hat nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) während und nach der israelischen Offensive im Gazastreifen mehr als 20 Menschen töten und zahlreiche weitere foltern oder verprügeln lassen.

Einige der Opfer seien unter dem Vorwurf der Spionage für Israel festgenommen worden, erklärte AI am Dienstag. Sie wurden demnach umgebracht, nachdem sie aus dem Gefängnis von Gaza flüchteten, das bei israelischen Luftangriffen beschädigt wurde.

Bei weiteren Opfern handele es sich um ehemalige Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde oder Mitglieder der rivalisierenden Fatah, erklärte AI weiter. Etliche seien von bewaffneten Hamas-Mitgliedern oder Sicherheitsleuten aus ihren Häusern verschleppt und später tot aufgefunden worden. Die Hamas hat den Vorwurf einer systematischen Kampagne zurückgewiesen, aber eingeräumt, gegen mutmassliche Informanten vorgegangen zu sein. Sie hat im Juni 2007 die Kontrolle über das palästinensische Autonomiegebiet übernommen. (dapd)

Ban lässt Israels Angriffe auf UNO-Gebäude in Gaza untersuchen

New York UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat am Dienstag eine Untersuchung zu den israelischen Angriffen auf Einrichtungen der Vereinten Nationen im Gazastreifen eingeleitet. Eine Kommission unter dem britischen Diplomaten Ian Martin wurde mit den Ermittlungen beauftragt. Sie soll in Monatsfrist einen umfangreichen Bericht über das Ausmass der Zerstörung sowie die Ursachen und Zusammenhänge vorlegen.

Während des dreiwöchigen Gazakrieges waren das UNO-Hauptquartier sowie mehrere UNO-Schulen und -Zentren im Gazastreifen bei israelischen Angriffen unter Beschuss geraten. Bei den Attacken kamen etliche Palästinenser ums Leben, die dort Schutz gesucht hatten.

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