Tierversuche: Amöben statt Mäuse
Aktualisiert

TierversucheAmöben statt Mäuse

Die Universität Genf richtet den schweizweit ersten Lehrstuhl ein, der ausdrücklich der Erforschung von Alternativen zu Tierversuchen gewidmet ist.

Ziel ist es, die Forschung mit Amöben und im Reagenzglas auszuweiten. Inhaber des Lehrstuhls wird der Zellbiologe Pierre Cosson, wie die Universität Genf am Mittwoch mitteilte. Er will einerseits erforschen, ob Amöben - einzellige Lebewesen - in Zukunft Mäuse als Versuchsorganismen für Bakterienerkrankungen ersetzen könnten.

Andererseits soll die Produktion von bestimmten Molekülen des körpereigenen Abwehrsystems, so genannten Antikörpern, im Reagenzglas verbessert und anderen Forschungsgruppen systematisch zur Verfügung gestellt werden. Vorteile seien die Schonung von Versuchstieren und eine raschere Produktion, schreibt die Hochschule.

Finanziert wird die Professur von zwei privaten Stiftungen: der E.-Naef-Stiftung und der Doerenkamp-Zbinden-Stiftung. Sie bezahlen für die nächsten fünf Jahre insgesamt 1,5 Millionen Franken.

(sda)

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