ZHdK: Amok-Alarm wurde aus Versehen ausgelöst
Aktualisiert

ZHdKAmok-Alarm wurde aus Versehen ausgelöst

Die Ursache des Amok-Alarms im Toni-Areal ist geklärt. Eine irrtümlich gewählte Notfallnummer hatte zum Grosseinsatz der Polizei geführt.

von
bee/som/kko
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Die Polizei riegelte am 4.12. das Toni-Areal ab.

Die Polizei riegelte am 4.12. das Toni-Areal ab.

Leser-Reporter
Grund dafür sei ein Amok-Alarm, sagten Leser-Reporter.

Grund dafür sei ein Amok-Alarm, sagten Leser-Reporter.

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Die Schüler erhielten diese Information von der Studiengangleitung.

Die Schüler erhielten diese Information von der Studiengangleitung.

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Der Amok-Alarm bei der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) ist vermutlich aus Versehen ausgelöst worden. Wie die Stadtpolizei am Donnerstagnachmittag mitteilte, hat sie eine Person identifiziert, welche die eigens für solche Alarme eingerichtete Nummer der ZHdK gewählt hat. Diese ist im Kanton Zürich wohnhaft.

Es handelte sich bereits um den dritten Alarm innert drei Wochen. Als Sofortmassnahme haben die Hochschulleitungen der ZHAW und der ZHdk entschieden, die betreffende Nummer stillegen zu lassen.

Nach drei Stunden Entwarnung

Am Morgen musste das Toni-Areal im Zürcher Kreis 5, in dem die ZHdK untergebracht ist, komplett abgeriegelt und von schwer bewaffneten Polizisten durchkämmt werden. Wie Stadtpolizeisprecher Marco Cortesi informierte, hatte ein anonymer Drohanruf bei der ZHdK kurz vor 8.45 Uhr den Alarm ausgelöst. Gut drei Stunden später, um 11.55 Uhr, gab die Polizei via Twitter Entwarnung. Daraufhin strömten die 5000 Leute aus dem Gebäude – was offenbar sehr gesittet ablief. Auf Anweisung der Polizei durfte niemand mehr zurück. Für den Rest des Tages fiel der Unterricht aus. Die Kosten für den Einsatz würden sich auf mehrere 10'000 Franken belaufen, sagte Cortesi zu 20 Minuten.

Eingeschlossene Studenten erhielten Infos über Durchsagen

Studenten und Lehrkräfte waren während des Vorfalls dazu angehalten, sich in den Räumen einzuschliessen und möglichst tief am Boden aufzuhalten. Die Storen wurden automatisch geschlossen, die Lichter gelöscht. Informiert wurden die Menschen per Durchsage.

100 Polizeigrenadiere durchkämmten derweil das Gebäude und sicherten jedes Stockwerk. Verletzte gab es keine. Vor dem Campus standen aber vorsorglich zwei Ambulanzen bereit. Ausserdem wurde ein Careteam aufgeboten.

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Fehlalarme sollten am Donnerstag besprochen werden

Schon vergangene Woche, am 25. November, rückte die Polizei wegen eines Amokalarms zum Toni-Areal aus – dieser stellte sich allerdings als Fehlalarm heraus. Wie ein Student berichtet, löste ausserdem am 11. November ein Einbruchalarm einen bewaffneten Polizeieinsatz aus.

Beim aktuellen Fall sei die Polizei aber von einem Ernstfall ausgegangen, sagte Stadtpolizeisprecher Marco Cortesi vor Ort. Denn klar sei: Eine technische Ursache liege diesmal nicht vor.

Brisantes Detail: Ausgerechnet auf den Donnerstag war ein Treffen der Stadtpolizei mit der Direktion der ZHdK anberaumt. Thema: die wiederholten Fehlalarme.

(bee/som/kko/sda)

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