USA: Amokläufer erschiesst 18 Schüler und drei Erwachsene an texanischer Grundschule

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USAAmokläufer erschiesst 18 Schüler und drei Erwachsene an texanischer Grundschule

An einer Grundschule im US-Bundesstaat Texas hat ein 18-Jähriger mindestens 21 Menschen erschossen. Präsident Joe Biden forderte in einer Ansprache nach dem Vorfall für neue Beschränkungen des US-Waffenrechts: «Ich bin es leid. Wir müssen handeln.»

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Der vermeintliche Angreifer drang in die Schule ein und Schoss danach mit einem Gewehr auf die Menschen. 

Der vermeintliche Angreifer drang in die Schule ein und Schoss danach mit einem Gewehr auf die Menschen. 

REUTERS
Rund 14 Schüler und ein Lehrer sind beim Angriff getötet worden. 

Rund 14 Schüler und ein Lehrer sind beim Angriff getötet worden. 

via REUTERS
Die Polizei hatte zunächst erklärt, der Täter befinde sich in «Polizeigewahrsam».

Die Polizei hatte zunächst erklärt, der Täter befinde sich in «Polizeigewahrsam».

REUTERS

Darum gehts

  • Ein 18-Jähriger hat an einer Grundschule im US-Bundesstaat Texas mindestens 18 Kinder und drei Erwachsene erschossen. 

  • Danach wurde er laut Berichten vermutlich von Polizisten erschossen.

  • Zuletzt hat im US-Bundesstaat Connecticut ein 20-Jähriger insgesamt 20 Kinder und sechs Erwachsene erschossen – zu Amokläufen kommt es in den USA immer wieder. 

Bei einer Schusswaffenattacke an einer Grundschule im US-Bundesstaat Texas sind mindestens 21 Menschen erschossen worden. Auch der Angreifer sei tot, sagte der texanische Gouverneur Greg Abbott am Dienstag. Der mit einer Handfeuerwaffe und womöglich einem Gewehr bewaffnete 18-Jährige sei vermutlich von Polizisten erschossen worden.

Der Angriff ereignete sich an einer Grundschule der 135 Kilometer westlich von San Antonio gelegenen Kleinstadt Uvalde. Nach Angaben von Gouverneur Abbott drang der Angreifer, der in Uvalde lebte, in die dortige Robb Elementary School ein. «Er hat – entsetzlicherweise, unverständlicherweise – 18 Schüler und drei Erwachsene getötet», sagte Abbott.

Zuvor war die Rede von zwei Toten

Das örtliche Krankenhaus hatte zuvor von zwei Toten gesprochen. Demnach wurden weitere verletzte Kinder zur Behandlung eingeliefert. Die Polizei hatte zunächst erklärt, der Täter befinde sich in «Polizeigewahrsam».

«Wann in Gottes Namen werden wir der Waffenlobby die Stirn bieten»?, fragte Biden in einer Ansprache im Weissen Haus am Dienstagabend (Ortszeit).

«Wann in Gottes Namen werden wir der Waffenlobby die Stirn bieten»?, fragte Biden in einer Ansprache im Weissen Haus am Dienstagabend (Ortszeit).

AFP

Am späteren Abend hat US-Präsident Joe Biden in einem flammenden Appell für neue Beschränkungen des Waffenrechts geworben. «Ich bin es leid. Wir müssen handeln.»

Biden äusserte sich kurz nach seiner Rückkehr von einer fünftägigen Asien-Reise. Zwei Tage vor seinem Abflug nach Südkorea hatte er sich mit Hinterbliebenen der zehn Todesopfer einer rassistisch motivierten Schusswaffenattacke in einem Supermarkt in Buffalo im Staat New York getroffen, bei der zehn Schwarze Kunden getötet worden waren. «Diese Arten von Massenerschiessungen passieren anderswo in der Welt selten», sagte Biden nun. «Warum wohl?»  

In den USA kommt es regelmässig zu tödlichen Schusswaffenattacken. Davon betroffen sind immer wieder auch Schulen. So erschoss ein 20-Jähriger im Dezember 2012 bei einem Angriff auf die Sandy-Hook-Grundschule in der Stadt Newtown im Bundesstaat Connecticut 20 Kinder und sechs Erwachsene. Am Valentinstag 2018 eröffnete ein damals 19-Jähriger mit einem halb automatischen Gewehr das Feuer auf Schüler und Lehrer seiner ehemaligen Schule in Parkland im Bundesstaat Florida und tötete 17 Menschen. 

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Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Polizei nach Kanton

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche

Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein

Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Alter ohne Gewalt, Tel. 0848 00 13 13

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Beratungsstellen für gewaltausübende Personen

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(AFP/DPA/sys)

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