Aktualisiert 02.06.2010 01:16

ChinaAmokläufer tötet drei Richter

Ein Mann hat am Dienstag drei Richter und anschliessend sich selbst erschossen. Sein Motiv: Frust über eine frühere Entscheidung des Gerichtes.

Kurz vor 10 Uhr gestern Morgen stürmte ein Mann das Gericht in Yongzhou in der chinesischen Provinz Hunan. Der 46-jährige Sicherheitsleiter eines Postamtes war mit einer Maschinenpistole bewaffnet, die er von einem Kollegen ausgeliehen hatte. Damit erschoss er drei Richter und anschliessend sich selbst. Zudem wurden drei Gerichtsangestellte verletzt. Grund für den Amoklauf des Mannes war sein Scheidungsprozess vor drei Jahren, der laut Behörden zu seinen Ungunsten ausging. Die drei Richter, die er tötete, waren an diesem Prozess aber nicht beteiligt. Tödliche Amokläufe sind in China selten, privater Waffenbesitz ist streng verboten. Allerdings dürfen beispielsweise Sicherheitsleute von Banken Waffen tragen.

Neben dem Amoklauf am Gericht wurden gestern zwei weitere gewalt­tätige Übergriffe in China bekannt: Eine Frau stach in einem Nachtzug auf neun schlafende Mitreisende ein. Drei der ­Opfer mussten im Krankenhaus be­handelt werden. Und in der Provinz Henan wollte ein Mann den Abriss von Häusern in seinem Dorf stoppen und fuhr mit einem LKW mit hohem Tempo in eine Gruppe von Arbeitern. Dabei ­starben drei Personen.

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