Aargau: Amokschütze zurecht angeschossen

Aktualisiert

AargauAmokschütze zurecht angeschossen

Die Staatsanwaltschaft Aargau hat das Strafverfahren gegen zwei Kantonspolizisten zu Recht eingestellt, die im November 2008 in Buchs auf einen Amokschützen schossen.

Die zwei Polizisten der Sondereinheit «Argus» hätten in Notwehr gehandelt und sich damit nicht strafbar gemacht, teilte die Beschwerdekammer des Obergerichtes am Mittwoch mit. Damit stützte sie die Staatsanwaltschaft, die das Strafverfahren wegen des Verdachts auf vorsätzliche Tötung eingestellt hatte.

Im November 2008 hatte sich ein damals 50-jähriger Schweizer in seinem Einfamilienhaus in Buchs bei Aarau verschanzt und mehrmals aus dem Haus geschossen. Die Sondereinheit «Argus» stürmte das Haus und überwältigte den Mann. Er musste nach den Polizeischüssen schwer verletzt ins Kantonsspital eingeliefert werden.

Der Verteidiger hatte eine Beschwerde gegen die Einstellung des Verfahrens eingereicht. Er wollte erreichen, dass sich die beiden Polizisten vor Gericht verantworten müssen. Der Entscheid kann beim Bundesgericht angefochten werden.

Als Waffennarr bekannt

Der Sozialhilfebezüger war der Polizei und den Justizbehörden als Waffennarr bekannt gewesen. Er führte auch eine Todesliste mit einem Dutzend Namen.

Im Haus wurden nach dem Vorfall rund 20 Pistolen und automatische Waffen, Schalldämpfer, grosse Mengen Munition und Sprengstoff sichergestellt. Gegen den Mann läuft ein Strafverfahren wegen versuchter vorsätzlicher Tötung sowie wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte. (sda)

Deine Meinung