Ampelmännchen kriegen keine Begleiterinnen
Aktualisiert

Ampelmännchen kriegen keine Begleiterinnen

Das Grüne
Bündnis rüttelt heftig an
den Strassensignalen: Es
will das Monopol der
Berner Ampel-Männchen
zu Fall bringen. Von
Ampel-Damen hält die
Stadt aber gar nichts.

Politikerinnen des Grünen Bündnisses wollen eine der letzten Männerbastionen stürzen: In einem Vorstoss fordern sie, dass künftig in Berner Verkehrsampeln neben Ampelmännchen auch deren weibliches Pendant aufleuchtet. «Die jetzige Signalisation repräsentiert die Realität kaum», so GB-Stadträtin Natalie Imboden. Denn obwohl die Frauen in Bern in der Mehrheit seien, dominierten bei Schildern und Piktogrammen noch immer die Männer. «Ich verlange, dass sich die Stadt hier endlich für Geschlechtergerechtigkeit einsetzt», so Imboden.

Für ein ausgeglichenes Verhältnis kämpft auch Männerpartei-Präsident Peter Kunz. «Fraglich ist aber, ob das im Strassenbereich wirklich ein relevantes Thema ist.» Dieser Meinung ist offenbar auch der Gemeinderat: Er hat die GB-Forderung bachab geschickt. Wenig begeistert davon ist Imboden: «Einen Gegenvorschlag hätte ich schon erwartet.» Zudem würde in anderen Städten der Fussgängerverkehr bereits von Rock und Zopf tragenden Figuren geregelt – so im deutschen Zwickau.

Sabrina Müller

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