Aktualisiert 29.10.2007 10:44

Amstutz in den Startlöchern

Der Berner SVP-Nationalrat Adrian Amstutz kandidiert nicht für den frei werdenden Sitz in der Berner Kantonsregierung. Damit hält sich Amstutz weiterhin im Rennen als möglicher Nachfolger von SVP-Parteipräsident Ueli Maurer.

Amstutz begründete seinen Entscheid am Montag damit, dass auf kantonaler Ebene «der Ablauf nicht so war, wie ich mir das vorstellte». Konkret hatte Amstutz von der Berner SVP-Parteileitung gefordert, dass zunächst Strategie, Ziele und Anforderungsprofil für den möglichen Nachfolger des in den Ständerat gewählten Regierungsrats Werner Luginbühl definiert werden.

Es sei falsch, zuerst die Köpfe zu bestimmen und dann den Auftrag, führte Amstutz auf Anfrage aus. Er gehe davon aus, dass man in dieser Hinsicht auf nationaler Parteiebene seinen Vorstellungen eher entspreche.

Amtstutz wird seit Tagen als möglicher Anwärter auf das SVP-Parteipräsidium gehandelt. Die Neubesetzung des Parteipräsidiums der SVP werde im Januar aktuell. Bis dahin werde man sich Gedanken zum Anforderungsprofil von Ueli Maurers Nachfolger machen.

«Gut möglich, dass man sich aus strategischen Gründen für eine Person aus der Westschweiz entscheidet», erklärte Amstutz. Neben Amstutz gilt auch der St. Galler Ständeratskandidat und Nationlrat Toni Brunner als potenzieller Maurer-Nachfolger.

Dass er auch Ambitionen auf einen Bundesratssitz habe, verweist Amtstutz nach wie vor resolut ins Reich der Spekulationen. Der Berner Oberländer Amstutz gilt als SVP-Hardliner nach Gusto des Zürcher-Parteiflügels. Bei den Nationalratswahlen vom 21. Oktober erzielte er im Kanton Bern das beste Wahlresultat.

(sda)

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