Erhebliche Pflichtverletzungen: Amtsenthebungsverfahren gegen Bundesanwalt Lauber angekündigt
Aktualisiert

Erhebliche PflichtverletzungenAmtsenthebungsverfahren gegen Bundesanwalt Lauber angekündigt

Wegen der vertraulichen Treffen des Bundesanwalts mit dem Präsidenten der Fifa soll Lauber nun seines Amtes enthoben werden. Das verlangt der Berner SP-Nationalrat Matthias Aebischer.

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Der Bundesanwalt Michael Lauber soll seines Amtes enthoben werden.

Der Bundesanwalt Michael Lauber soll seines Amtes enthoben werden.

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Er wurde am 25. September 2019 wiedergewählt.

Er wurde am 25. September 2019 wiedergewählt.

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Das Amtsenthebungsverfahren einleiten will der Berner SP-Nationalrat Matthias Aebischer.

Das Amtsenthebungsverfahren einleiten will der Berner SP-Nationalrat Matthias Aebischer.

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Der Berner SP-Nationalrat Matthias Aebischer will ein Amtsenthebungsverfahren gegen Bundesanwalt Michael Lauber beantragen. «Denn so kann das nicht weitergehen», sagte er dem Deutschschweizer Radio SRF am Dienstagnachmittag.

Aebischer ist Vizepräsident der Gerichtskommission der Eidgenössischen Räte. Er verwies auf eine am morgigen Mittwoch stattfindende Sitzung der Subkommission der Gerichtskommission. «Und wenn die Subkommission kein Amtsenthebungsverfahren einleiten will, werde ich das in der Gerichtskommission persönlich beantragen», sagte Aebischer in dem Radiobeitrag. Die nächste Sitzung der Gerichtskommission findet voraussichtlich am 13. Mai statt.

Erhebliche Pflichtverletzungen

Hintergrund der Diskussionen um ein Amtsenthebungsverfahren gegen Lauber bilden die vertraulichen Treffen des Bundesanwalts mit dem Präsidenten des Weltfussballverbandes Fifa, Gianni Infantino. Diese Treffen wurden nicht protokolliert. Als Folge davon leitete die Aufsichtsbehörde über die Bundesanwaltschaft (AB-BA) ein Disziplinarverfahren gegen Lauber ein.

Wegen erheblichen Pflichtverletzungen im Rahmen der Fifa-Verfahren beschloss sie eine Lohnkürzung von acht Prozent gegen Lauber, für die Dauer eines Jahres. Der Bundesanwalt hat in den Augen der Behörde seine Amtspflichten verletzt, mehrfach die Unwahrheit gesagt, illoyal gehandelt, den Code of Conduct der Bundesanwaltschaft verletzt und die Untersuchung der Behörde behindert. Gegen die Verfügung der Aufsichtsbehörde und die damit verbundene Lohnkürzung hat Lauber inzwischen beim Bundesverwaltungsgericht eine Beschwerde eingereicht.

Bereits vor Laubers knapper Wiederwahl durch die Bundesversammlung am 25. September 2019 mit nur sieben Stimmen über dem absoluten Mehr waren im Parlament Rücktrittsforderungen gegen den Bundesanwalt erhoben worden. Verschiedene Parlamentsmitglieder hatten sich auch nach Bekanntwerden des Disziplinarberichts der Aufsichtsbehörde dahingehend geäussert, dass ein Rücktritt des Bundesanwalts die beste Lösung darstellen würde.

(SDA)

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