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Ausgaben-VergleichAn allen Ecken und Enden sparen

Bei einem Vergleich der kantonalen Ausgaben der Zentralschweiz steht Zug an der Spitze – und Schwyz ganz hinten. Schwyz will den Gürtel jetzt noch enger schnallen.

von
zfo
Mehr als ein Viertel der Ausgaben fliesst in die Bildung.

Mehr als ein Viertel der Ausgaben fliesst in die Bildung.

Eine Auswertung der Statistik der öffentlichen Finanzen 2011 setzt die Ausgaben von Kanton und Gemeinden ins Verhältnis zu ihrer Einwohnerzahl. Einen im Vergleich hohen Verwaltungsapparat leistet sich der Kanton Zug, während Schwyz unter den Sparsamsten ist, wie die «SonntagsZeitung» berichtete.

Dies überrascht Kaspar Michel, Finanzdirektor von Schwyz, nicht: «Schwyz hatte traditionell schon immer eine schlanke Verwaltung». Am meisten Geld fliesse dabei in die Bildung, Soziales und Gesundheit. «Im Moment überprüfen wir alles, um den Gürtel noch enger schnallen zu können und so den hohen Beitrag in den Nationalen Finanzausgleich zahlen zu können», so Michel.

«Allzu drastisch sparen ist nicht gut»

Die gesamten Ausgaben pro Einwohner belaufen sich in Zug auf 16 110 Franken, in Schwyz auf 10 976 Franken und in Luzern auf 11 566 Franken. «Im Schnitt zahlen wir tiefere Löhne als Zug, aber die Lebenshaltungskosten bei uns sind auch tiefer», sagt der Luzerner Finanzdirektor Marcel Schwerzmann. Auch die Sparpakete hatten Einfluss: «Wir haben in den letzten zehn Jahren den Haushalt konsequent auf Effizienz getrimmt», so Schwerzmann.

In Zug hingegen mahnte Finanzdirektor Peter Hegglin gegenüber der «SonntagsZeitung»: «Allzu drastisch sparen ist nicht gut. Es geht auch darum, eine gute Leistung zu erbringen.»

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