Mobiltelefonie: An den Handy-Rabatten ist kaum zu rütteln
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MobiltelefonieAn den Handy-Rabatten ist kaum zu rütteln

Geht es nach Sunrise, soll bald Schluss sein mit Gratis-Handys. Diese Ankündigung sei «nichts als heisse Luft», heisst es beim Vergleichsdienst Comparis.

von
Alex Hämmerli
In allen Schaufenstern gibt es günstige Handys: Auch bei Sunrise – noch. (Bild: Roman Hodel)

In allen Schaufenstern gibt es günstige Handys: Auch bei Sunrise – noch. (Bild: Roman Hodel)

Ob iPhone, Samsung Galaxy oder Nokia Lumina: Wer heute einen Handyvertrag abschliesst, tut dies selten, ohne dabei von deutlichen Rabatten gegenüber dem regulären Kaufpreis zu profitieren. Damit könnte aber bald Schluss sein: Sunrise-Chef Oliver Steil hat angekündigt, die Preisnachlässe zu reduzieren, «und zwar sehr bald», wie er im Interview mit dem «Tages-Anzeiger» zu verstehen gab. Der Grund: Wegen der kürzlich gesenkten Abo-Gebühren müsse Sunrise die Umsatzeinbussen woanders wieder hereinholen. «Wer noch ein günstiges Handy will – jetzt ist die Zeit», doppelte Steil nach.

Doch wie dringlich ist die Lage wirklich? «Die Ankündigung ist nichts als heisse Luft», sagt Ralf Beyeler vom Vergleichsdienst Comparis. Sollte Sunrise die Preise beliebter Handys wie des iPhones erhöhen, so würden die Kunden scharenweise zur Konkurrenz abwandern, glaubt der Telekomexperte. Das Argument, man müsse entgangene Umsätze mit Preisaufschlägen unbedingt wettmachen, ziehe ohnehin nicht: «Die Margen im Mobilfunk sind immer noch fürstlich.»

Sunrise-Sprecherin Frida Hirt beschwichtigt nach den klaren Worten ihres Chefs: «Die Preise werden sicher nicht über Nacht steigen.» Wann an den Preisen konkret geschraubt werden soll – und wie stark –, lasse sich im Moment jedoch nicht sagen. Beim Handy-Händler Mobilezone rechnet man vorerst nicht mit einem grossen Ansturm, heisst es auf Anfrage.

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