Kaufe ein «A»: An der falschen Adresse - Nasa statt NSA gehackt
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Kaufe ein «A»An der falschen Adresse - Nasa statt NSA gehackt

Eigentlich wollte eine Gruppe Hacker die Webseite der NSA kapern. Doch das ging schief: Sie sabotierten stattdessen die Seite der Raumfahrtbehörde Nasa.

von
tob
«Hört auf uns auszuspionieren», sollen die Hacker auf der Webseite der Nasa kommentiert haben.

«Hört auf uns auszuspionieren», sollen die Hacker auf der Webseite der Nasa kommentiert haben.

Lediglich der Buchstabe «A» trennt die beiden amerikanischen Behörden NSA und Nasa. Sonst haben die Organisationen wenig gemeinsam: Die Nasa ist für Flüge ins All verantwortlich und der Geheimdienst National Security Agency (NSA) hat in den letzten Monaten vor allem durch den Spionage- und Überwachungsskandal für Wirbel gesorgt.

Überwacht worden sind von der NSA ein grossteil der Online- und Telefonkommunikation und auch zahlreiche Politiker. Auch die Präsidentin von Brasilien, Dilma Rousseff und der staatliche Energiekonzern Petrobras sollen von der NSA bespitzelt worden sein. Als dies öffentlich wurde, sagte Rousseff kurzerhand einen Besuch in den USA ab, der für Okotber geplant gewesen war.

«Hört auf uns auszuspionieren»

Eine Gruppe von Hackern aus Brasilien reagierte darauf mit einem Angriff. Doch offensichtlich sorgte der Name des US-Geheimdienstes für Verwirrung, wie die Huffington Post berichtete. Denn statt der Webseite der NSA griffen die Hacker die Homepage der Nasa an. «Sie haben wohl einfach das falsche Ziel ausgewählt», vermeldete das brasilianische Newsportal Uol.

Die Hacker platzierten auf der Webseite der Nasa Bilder mit der Botschaft «Hört auf uns auszuspionieren.» Die Nasa bestätigte die Attacke. Ein Sprecher sagte aber, dass die Angreifer keinen Zugang zu sensiblen oder klassifizierten Daten gehabt hätten. Jetzt soll der Vorfall weiter untersucht werden.

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