10.11.2020 10:13

Trotz CoronaAn der «League of Legends»-WM waren Tausende Besucher vor Ort

Die Worlds 2020 fanden trotz Corona im Pudong Football Stadium in Shanghai statt. Für das Finale holte sich Riot Games eine Ausnahmebewilligung. Die Spieler mussten sich vor den Matches jedoch einzeln in Quarantäne begeben.

von
Riccardo Castellano
1 / 7
Masken und Social Distancing: Die Besucher hatten neben sich jeweils einen freien Sitz, um den Abstand zu wahren.

Masken und Social Distancing: Die Besucher hatten neben sich jeweils einen freien Sitz, um den Abstand zu wahren.

Riot Games
Die Profispieler hatten sich vor dem Finale zwei Wochen in Quarantäne befunden, bevor sie direkt mit dem Bus hingefahren wurden.

Die Profispieler hatten sich vor dem Finale zwei Wochen in Quarantäne befunden, bevor sie direkt mit dem Bus hingefahren wurden.

Riot Games
Das Pudong Football Stadium bietet Platz für über 30’000 Zuschauer. Etwas mehr als 6’000 durften live dabei sein.

Das Pudong Football Stadium bietet Platz für über 30’000 Zuschauer. Etwas mehr als 6’000 durften live dabei sein.

Riot Games

Darum gehts

  • Das grösste E-Sport-Finale des Jahres fand live in Shanghai statt.

  • Im Pudong Football Stadium durften unter Schutzmassnahmen bis zu 6000 Zuschauer mitfiebern.

  • Trotz Corona holte sich der Veranstalter und Entwickler Riot Games eine Bewilligung.

  • Die Spieler mussten sich vorher in Quarantäne begeben.

  • Sieger waren dieses Jahr die Koreaner von Damwon Gaming.

Jedes Jahr gehören die Worlds von «League of Legends» zu den grössten E-Sport-Turnieren weltweit. Die Finalisten feiern jeweils am Tag des Finales mit einer extravaganten Bühnenshow und Tausenden Zuschauern das Ende des Turnieres. Jedoch war das dieses Jahr nicht möglich – jedenfalls nicht ganz.

Trotz der speziellen Situation rund um Corona entschied sich Riot Games dafür, das Finale live vor Ort abzuhalten. Die Spieler mussten sich dabei nach Ankunft in China in Quarantäne begeben. In einem vom Staat ausgewählten Hotel hatten die Profi-Gamer fast zwei Wochen allein in einem kleinen Raum gesessen, bevor sie mit dem Bus direkt ins Stadion gebracht wurden.

Für die Spieler vom Team TSM war der Aufenthalt gemäss Twitter eine unangenehme Erfahrung. «Wir waren im Hotel vollständig isoliert und hatten mit niemandem Kontakt. Wenigstens hatten wir ein Fenster», so der Headcoach Søren «Bjergsen» Bjerg. Auch danach wurde von den Profis täglich die Temperatur gemessen.

Live-Zuschauer am Finale

Zunächst war unklar, ob es überhaupt Zuschauer geben sollte. Doch Riot entschied sich kurz vor dem Finale dafür, eine kleine Zahl an Fans für den letzten Spieltag reinzulassen. Insgesamt 6312 Zuschauer waren live dabei – für den E-Sport dieses Jahr wohl die grösste Zahl. Für diese Plätze meldeten sich laut Veranstalter über drei Millionen Menschen an.

Immerhin ist das neue Pudong Football Stadium ziemlich gross, normalerweise bietet es Platz für über 30’000 Besucher. Durch ein vom Staat abgesegnetes Covid-Protokoll konnten die Fans jedoch mit Masken und Abstand zwischen den Sitzen das letzte WM-Finale des Jahres geniessen. Der Rest der Welt musste sich mit dem Livestream begnügen, welcher einen Rekord aufstellte: Mit 3.88 Millionen Zuschauer erreichte der Stream Platz zwei der meistgesehensten E-Sport-Spiele.

Koreaner wieder Weltmeister

Das koreanische Team Damwon holte sich den diesjährigen Weltmeistertitel gegen das chinesische Gastgeberteam Suning. Damwon gewann bereits die koreanische Meisterschaft und ging dementsprechend stark ins Finale. Zuletzt gewann im Jahr 2017 ein koreanisches Team die WM. In den beiden letzten Jahren ging der Titel an China, einen europäischen Weltmeister gab es seit 2011 nicht mehr.

E-Sport-Push

Abonniere jetzt den E-Sport-Push, um in der virtuellen Welt auf dem neusten Stand zu bleiben. Sei es «League of Legends» oder «Counter-Strike» oder auch «Rocket League»: Bei uns bleibst du bezüglich der nationalen und internationalen E-Sport-Szene auf dem Laufenden. Auch News zu neusten Gaming-Hits und neuen Entwicklungen im Videospielbereich werden nicht ausgelassen. Ausserdem streamen wir gelegentlich auf Twitch.

So gehts: Installiere die neuste Version der 20-Minuten-App. Tippe unten rechts auf «Cockpit», dann «Einstellungen» und schliesslich auf «Push-Mitteilungen». Beim Punkt «Themen» tippst du «Digital» an – et voilà!

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.
8 Kommentare
Kommentarfunktion geschlossen

Gee

10.11.2020, 12:06

Die meisten Lol-Spieler werden sowieso nichts erreichen. Ausser man ist Profi. Entsprechend verdient man dann auch. Bestes Beispiel aus meinen Umfeld: mein Mitbewohner (wird aber auch im Leben nichts erreichen)

Dario

10.11.2020, 12:04

Das erste mal, dass ein Artikel zur LoL Weltmeisterschaft fast keine Fehler enthält. Dafür 2 Wochen zu spät. Ausserdem waren die Spieler für zwei Wochen in Quarantäne bevor das Turnier begann, nicht vor dem Finale. Sprich bereits im September. Und das "seit 2011 kein europäischer Weltmeister mehr" darf mit "dafür in den letzten zwei Jahren je ein europäisches Team im Final" ergänzt werden.

Teresa O

10.11.2020, 11:45

Also kamen die alle zum Höhepunkt?