Spardruck: An der Uni Luzern wird es jetzt kühler
Aktualisiert

SpardruckAn der Uni Luzern wird es jetzt kühler

Die Uni Luzern trumpft mit «coolen» Sparmassnahmen auf. Die Studenten sind zufrieden.

von
Irene Reis
Mit kreativen Massnahmen will die Uni Luzern sparen.

Mit kreativen Massnahmen will die Uni Luzern sparen.

Die Uni Luzern reagiert mit einem bunten Katalog von Massnahmen auf das kantonale Sparbudget. «Insgesamt sind zwölf Massnahmen mit Einsparungen von 250 000 Franken geplant», sagt Paul Richli, Rektor der Uni Luzern.

Die «SonntagsZeitung» nannte einige Beispiele: Die Temperatur im Gebäude wird von 24 auf 23 Grad gesenkt, womit 10 000 Franken Heizkosten gespart werden. Auf ein gedrucktes Vorlesungsverzeichnung wird künftig verzichtet, Einsparung: 30 000 Franken. Computer sollen länger im Einsatz bleiben – Sparpotzenzial 40 000 Franken. «Unser Ziel war, die Studiengebühren nicht zu erhöhen und keine Stellen abzubauen», so Richli.

Das freut auch die Studenten: «Das Wichtigste für uns war, dass es nicht teurer wird, an der Uni Luzern zu studieren», sagt Philipp Mazenauer von der Studierendenorganisation der Uni Luzern. Auch mit tieferen Temperaturen könne man leben, es sei an der Uni sowieso eher zu heiss gewesen.

Noch weiter würden die Jungen Grünen gehen. In einem offenen Brief an den Rektor schrieben sie gestern, die Reduktion der Betriebstemperatur auf 23 Grad reiche nicht aus: «Im Winter wären Temperaturen zwischen 19 und 21 Grad ökologischer, ökonomischer sowie erheblich besser für die Konzentrationsfähigkeit der Mitarbeiter und Studierenden.»

Richli hat Verständnis: «Wir werden dies prüfen. Falls es das Arbeitsrecht zulässt, können wir uns vorstellen, die Temperatur noch weiter zu reduzieren – und damit noch mehr zu sparen.»

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